LeuteFriedrich Liechtenstein: Von Pflanzen bloß nicht tyrannisieren lassen

Friedrich Liechtenstein
Friedrich Liechtenstein

Fritzi Friedrich

dpadpa | 12.08.2022, 14:20 Uhr

Der Berliner Künstler und Schauspieler Friedrich Liechtenstein hat einen guten Tipp für alle Hobbygärtner parat.

Friedrich Liechtenstein (66) hat eine Liebe zu Pflanzen entwickelt. „Ich habe das Gärtnern ins Herz geschlossen“, sagte der Künstler der Deutschen Presse-Agentur.

Während der Pandemie habe es weniger zu tun gegeben und er sich mehr Pflanzen angeschafft. „Das ist auch eine Art Sucht, wenn man ehrlich ist“, sagte Liechtenstein auf seiner Berliner Terrasse. „Man kann nicht aufhören.“ Sein Tipp für Neulinge beim Gärtnern: Liebe („Wie immer“).

„Aber man sollte sich auch nicht tyrannisieren lassen“, sagte Liechtenstein. Er habe den Eindruck, dass er sich manchmal tyrannisieren lasse von den Pflanzen. „Dass die mich anschreien und sagen: „Gieß mich!““ Man braucht also Abgrenzungsfähigkeiten? „Ja, man muss auch mal streng sein zu den Pflanzen.“

Der Musiker und Schauspieler Friedrich Liechtenstein auf der Terrasse seiner Wohnung in Berlin.

Jens Kalaene/dpa

Das ist Friedrich Liechtenstein

Musiker, Flaneur, Werbeikone: Der gelernte Schauspieler und langjährige Puppenspieler Friedrich Liechtenstein hat sich seit 2012 zu einem der bekanntesten Gesichter der deutschen Werbeindustrie entwickelt: viele Marken setzen auf sein markantes, cooles Äußeres: Vollbart, Sonnenbrille, schicke Anzüge und gold lackierte Fingernägel. Und auf seine unverwechselbare tiefe Stimme.…!

Liechtenstein macht bereits seit Jahrzehnten Kunst, stammt aus dem Osten. Vor acht Jahren trat er im legendären „Supergeil“-Werbespot eines Supermarkts auf, das Video wurde millionenfach geklickt. Nun erscheint am nächsten Freitag (19. August) sein neues Album „Good Gastein“. Philosophisch hat sich Liechtenstein auch schon mit Algen beschäftigt. Derzeit liege das Projekt in der Schublade. „Mein Ziel ist es, ein Algenmuseum zu entwickeln.“



Neues Album „Bad Gastein“

Mit seinem neuen Album „Good Gastein“ greift Friedrich Liechtenstein die Motive aus „Bad Gastein“ wieder auf. Ein Konzeptalbum, das nicht nur im Titel an das frühere Werk anknüpft. Erneut lenkt er seinen Blick auf den Sehnsuchtsort Bad Gastein, jedoch diesmal aus der Ferne und aus der Erinnerung. Ein utopischer und nostalgischer Blick auf einen Ort, der zunehmend einem Wandel unterliegt und droht, zu „bad“ Gastein zu werden.

„Good Gastein“ ist die Welt vom „Elevator Man“, es geht auf dem Album wie in einem Fahrstuhl um das „hoch und runter“.  Dennoch: Es ist kein Album zum Nebenbei-Hören