Gefärbte Kaninchen: Jetzt entschuldigt sich Katja Krasavice

Anna MankAnna Mank | 07.03.2022, 21:33 Uhr
Katja Krasavice auf der Bühne
Katja Krasavice auf der Bühne

IMAGO / HMB-Media

In ihrem Musikvideo „Onlyfans“ zeigte sich Katja Krasavice mit Kaninchen, deren Fell eingefärbt wurde. Die Fans reagierten empört, und auch die Tierrechtsorganisation PETA rügte die Sängerin. Wie Krasavice darauf reagierte – und wozu sie sich dann doch lieber nicht äußerte …

Auf den ersten Blick waren es putzige Bilder: In ihrem aktuellen Video „Onlyfans“ kuschelten Sängerin Katja Krasavice (25) und ihre Tänzerinnen mit puscheligen Kaninchen. Die waren passend zu den Bunny-Kostümen von Katja und Co. in Pastellfarben eingefärbt. Auf den zweiten Blick fragt man sich: Sind gefärbte Felle und der Stress am Musikvideo-Set mit lauter Dauer-Beschallung nicht einfach nur Tierquälerei?

Das dachten sich auch die Fans der Sängerin und machten ihrem Unmut in den Kommentaren Luft. So heißt es zum Beispiel: „Hab Katja immer gefeiert aber sowas geht gar nicht. Auch dass sie gefärbt wurden, wie kann man!“ Nachdem sich auch die Tierrechtsorganisation PETA einschaltete, ließ die Sängerin die entsprechenden Szenen kommentarlos aus dem Clip entfernen. Was einen erneuten Shitstorm provozierte, denn viele Follower hätten sich einen Kommentar der Sängerin gewünscht. Den lieferte Krasavice jetzt jedoch nach: In einem Interview mit Youtuber Leeroy Matata (25) äußerte sie sich erstmals zu den Vorwürfen.

Rüge von PETA

Was genau das Problem am Video-Einsatz der kuscheligen Statisten ist, erklärten die Tierschützer von PETA in einem Statement: „Dass lebende Tiere für Musikvideos, Filme oder Foto-Shootings benutzt werden, ist weder zeitgemäß noch tiergerecht. Alle Tiere leiden an Sets – und all diese Tiere fristen ein Leben in Gefangenschaft, werden für Unterhaltungszwecke ausgebeutet und, wie in diesem Fall, sogar körperlich angegangen, indem ihr Fell gefärbt wurde. Kaninchen sind sensible Lebewesen – und keine Kuscheltiere.“

Shitstorm für Katja Krasavice: Ist sie eine Tierquälerin?

Weiter heißt es: „An einem Set werden sie einem hohen Stress ausgesetzt und können bei Angst ihrem natürlichen Fluchtinstinkt nicht nachgehen. Wenn sie festgehalten werden, müssen sie die Situation aushalten. Zumal das Färben des Fells für Klicks und Fame der Menschen gar nicht geht! Die verwendeten Farbmittel sind häufig schädlich für die Tiere und können die Haarstruktur der Kaninchen zerstören.“

Darauf sprach nun auch Leeroy Matata den Popstar an.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von PETA ZWEI (@petazwei)

Das sagt Katja Krasavice zu den Tierquälerei-Vorwürfen

Sie könne im Nachhinein verstehen, „dass so viele Leute traurig darüber sind, dass ich Hasen in diesem Video hatte“, sagt Katja. Sie erklärt: „Wir hatten vorher eine Tiertrainerin, und wir haben alles abgesprochen. Die war am Set dabei, die hat uns das Go gegeben. Wir haben alles gesagt, was wir machen möchten, welche Tiere wir möchten, und sie kam dann mit ihren Tieren dahin und hat das alles auch überwacht. Das war alles von ihrer Seite aus cool.“

Das Okay eines Tier-Experten am Set sei ihr generell wichtig, so Krasavice, die schon vorher immer wieder mit anderen tierischen Statisten in ihren Videos gearbeitet hat. Die Sängerin: „Viele haben gesagt: Wäre jemand da gewesen, der Ahnung hätte, der hätte das sofort abgebrochen – es war jemand da.“ Sie sei auch von niemandem am Set oder während der Planungsphase offen kritisiert worden. Krasavice: „Wäre nur eine Person zu mir gekommen und hätte gesagt, ey, was du machst, ist nicht cool, dann hätte ich das überdacht, recherchiert und das abgebrochen.“

Katja Krasavice mit Micaela Schäfer
Auch Erotikstar Micaela Schäfer spielte in dem Video mit

IMAGO / HMB-Media

Wollte sie den Shitstorm vertuschen?

Sie sei erst durch die kritischen Kommentare darauf aufmerksam geworden, dass der Dreh die Tiere überfordert habe, erklärt die Insta-Queen (3,1 Millionen Follower). „Es tut mir übertrieben leid, weil ich bin ein tierlieber Mensch. Ich hab einen Hund, ich hab Katzen, ich komm aus’m Dorf, ich hab alles gehabt, was es an Tieren gibt. Ich hab die alle geliebt und die haben mich geliebt, und deswegen tat es mir sehr leid und ich möchte mich hiermit entschuldigen dafür, dass ich das gemacht hab.“ Es sei ein unbewusster Fehler gewesen, und, so Katja: „Am Ende bin ich ein Mensch, und ich mach auch Fehler, so wie jeder Fehler macht.“

Als Moderator Leeroy Matata sie auf die Vorwürfe der Fans anspricht, sie habe durch das kommentarlose Entfernen der Kaninchen-Szenen einen Shitstorm vertuschen wollen, sagt die 25-Jährige: „Ich hab es rausgenommen, weil ich das einsehe und nie wieder machen werde.“ Außerdem wolle sie anderen nicht vermitteln, dass solche Aufnahmen okay seien.

Was Katja nicht erwähnte

Auf die gefärbten Felle der Kaninchen ging die Sängerin nicht ein. Und auch den Auftritt einer Nackkatze im Video, ebenfalls kritisiert von PETA, ließ Krasavice unkommentiert. Dennoch kommt ihre Entschuldigung und Kritikfähigkeit bei den Fans gut an.

Eine Followerin fasst es mit diesen Worten zusammen: „Sie sagt einfach, dass es ein Fehler war. Auch mal schön zu erleben, dass jemand es so klar sagt und es nicht verharmlost. Dass Kritik etwas bewirkt hat, ist doch super. Ich finde, damit hat sie auch verdient, dass man es jetzt gut sein lässt.“