Getragene Unterwäsche gegen Bares: Hochstaplerin Anna Sorokin mit neuem Coup

Tony PolandTony Poland | 23.06.2022, 17:31 Uhr
Anna Sorokin unterwegs in Manhattan
Anna Sorokin unterwegs in Manhattan

IMAGO / Future Image International

Aktuell befindet sich Anna Sorokin in Abschiebehaft. Untätig rumsitzen tut die Fake-Erbin allerdings nicht. Im Knast kommen der Schwindlerin immer mehr Ideen, um so richtig Kasse zu machen. Slips verkaufen sich schließlich immer.

Unter dem Pseudonym Anna Delvey mischte Anna Sorokin jahrelang die New Yorker Society auf. Die Hochstaplerin mogelte sich unter die Welt der Schönen und Reichen, täuschte Hotels, Geschäftsleute und Banken. Der Schwindel flog auf, ihr Traum von Luxus-Leben war ausgeträumt.

Aktuell wartet die 31-Jährige in einem US-Knast auf ihr Schicksal und die Abschiebung nach Deutschland. Die freie Zeit hinter verschlossenen Türen nutzt die Deutsch-Russin für offenbar fette Deals, die ihr Kohle bringen sollen. Vor einigen Wochen ließ sie bereits selbstgemalte Bilder ausstellen, jetzt kommen Unterwäsche-Liebhaber auf ihre Kosten.

Meet and Greet mit Anna Sorokin

Als Fake-Erbin erschwindelte sich Anna Sorokin einen zweifelhaften Ruf. Kein Wunder, dass Netflix auf ihre Geschichte aufmerksam wurde und ihre Popularität durch die Serie „Inventing Anna“ noch weiter ausbaute. Ein gefundenes Fressen für die dreiste Betrügerin, die sich vor weltweiten Fans kaum retten kann und durch den Streaming-Riesen fast 300.000 Euro erhalten haben soll.

Anna Sorokins neuer Coup: Wird die Hochstaplerin nun wirklich reich?

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Warum daraus also nicht noch mehr Kapital schlagen? Also stellte Anna ein Team zusammen, welches ein neues NFT-Projekt ins Leben rief. Unter dem wenig originellen Claim „Reinventing Anna“ sollen ihre Anhänger mit ein wenig Glück künftig die Möglichkeit auf ein Gefängnis-Treffen mit ihr haben.

Angst vor durchgeknallten Liebhabern kennt sie nicht. „Ich bin an dem sichersten Ort, an dem ich sein kann“, erklärte sie gegenüber „Page Six“. Die gesamte Umsetzung solle natürlich möglichst sauber und legal ablaufen.

Getragene Höschen zum Mitnehmen

Besonders reizvoll scheinen außerdem persönliche Gegenstände der Millionen-Schwindlerin zu sein. „Die Leute haben nach allen möglichen Dingen gefragt. Ich will niemandem mein Höschen aufdrängen, aber wenn sie fragen“, roch Anna Sorokin gleich das nächste lukrative Geschäftsmodell.

„Mein NFT-Team hat eine breite Palette von Gegenständen, die wir seit einer Weile angesammelt haben.“ Unter den Utensilien zum Anfassen sind etwa Knast-Kugelschreiber oder andere Schreibwaren. „Bis hin zu meinen signierten weißen Baumwoll-T-Shirts und Höschen.“ Bekanntlich legen besonders fanatische Fans für ein Stück Stoff ja Unmengen an Kohle auf den Tisch.

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Von der Millionen-Schwindlerin zur Künstlerin

Erst im März kam Anna Sorokin auf die Idee, ihre hinter schwedischen Gardinen gezeichneten Werke zu Geld zu machen. Mit dem selbstbewussten Einstiegspreis von knackigen 10.000 Dollar pro Zeichnung. Im Rahmen der Gruppenausstellung „Free Anna Delvey“ auf der Lower East Side Manhattans, an der sie telefonisch teilnahm, bot sie ihre Bilder zum Verkauf.

Unterstützt wurde Anna Delvey übrigens von Alfredo Martinez, der die Werke kolorierte oder in größere Formate übertragen hat. Der 73-jährige Künstler saß bereits ebenfalls in Haft, weil er Werke von Jean-Michel Basquiat gefälscht hatte. Auch er mogelte sich unter die New Yorker High Society. Da steht das nächste krumme Ding doch schon wieder mit Ansage in der Pipeline…