So urteilen KennerGottschalk über Wein und Jauch: „Ich rede ja nüchtern schon so viel wie andere betrunken“

Thomas Gottschalk präsentiert seinen eigenen Wein
Thomas Gottschalk präsentiert seinen eigenen Wein

IMAGO / POP-EYE

Redaktion KuTRedaktion KuT | 03.03.2022, 19:55 Uhr

Vor zwei Jahren brachte Thomas Gottschalk für eine Supermarktkette eine Wein-Serie heraus. Da ist es doch fast ein wenig verwunderlich, dass der Moderator in einem aktuellen Interview zugibt: „Ich bin kein großer Trinker.“ Außerdem interessant: Was das größte deutschsprachige Online-Wein-Magazin über den Gottschalk-Tropfen zu sagen hat.

Schon zwei Jahre ist es her, dass „Wetten, dass… ?“-Moderator Thomas Gottschalk (71) in Zusammenarbeit mit dem Discounter „Netto“ drei Weine (rosé, weiß und rot) auf den Markt brachte. Der etwas einfallslose Name der Serie: „Wetten, der schmeckt?“ Zu kosten gab es einen Weißwein, einen Rotwein sowie einen Rosé. Inzwischen ist nur noch der Rote erhältlich: Für 6,99 Euro kann man sich Gottschalks „Easy Red Ruby Cabernet“ schmecken lassen.

Dabei gehört das TV-Urgestein zu denen, die auch schon mal NO zum Vino sagen, wie Gottschalk jetzt in einem Interview mit „Bunte“ verriet. Der Illustrierten sagt der Hobby-Winzer: „Ich bin kein großer Trinker. Ich rede ja nüchtern schon so viel wie andere betrunken. Ich brauche keinen Wein, um die Zunge zu lösen.“

Was passiert, wenn Günther Jauch eine Flasche Wein trinkt?

Sein TV-Weggefährte und „Wer wird Millionär?“-Moderator Günther Jauch (65) zum Beispiel sei da ja ganz anders gepolt, so Gottschalk: „Mein Freund Günther Jauch ist nach einer Flasche Wein ein anderer Mensch. Ich nicht.“ Er selbst würde den Rebensaft nur in Maßen genießen – aus Angst, die Kontrolle zu verlieren und dann „noch mehr dummes Zeug zu reden.“

Ob er hin und wieder ein Glas seines eigenen Günstig-Weins trinkt? Möglich. Gottschalk findet, dass auch bezahlbare Weine schmecken können. Na dann, Prost!

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SO schmeckt Gottschalks Billig-Wein

Als der Wein 2020 auf den Markt kam, ließen es sich Weinkenner nicht nehmen, den Stoff zu verkosten. Darunter auch CaptainCork, das führende deutschsprachige Online-Wein-Magazin. Das beschrieb den Geschmack damals so:

„Im Glas sattes Dunkelrot. In der Nase Kirschkuchen mit Streusel, ein Hauch roter Paprika, angeschwitzte Champignons. Das wirkt erstmal gar nicht so schlecht. Im Mund angenehm weich und saftig. (…) Jetzt Blutorange, etwas grüner Paprika, schwarzer Pfeffer, gut dosierte Säure, die sich gegen heimelige Restsüße stellt. Natürlich ist da weder Tiefe noch Struktur, aber hey: das ist 6-Euro-Wein!“

Thomas Gottschalk 2021 in der Sendung „Wetten, dass..?“
Gottschalks Weine schnitten ganz okay ab

IMAGO / Future Image

Das harte Urteil des Kenners lautet …

Das Fazit der Weinkenner: „Hier hat sich einer Mühe gegeben und einen Wein ausgewählt, der hält, was er verspricht (…) und nicht einfach nur nach dem schnellen Geld greift, das ein bekannter Showbiz-Name in die Kasse spült.“

Und auch heute, zwei Jahre nach dem Launch, findet Marcus Johst, Gründer von CaptainCork, warme Worte für Gottschalks Discounter-Wein: „Offenbar stand dort die Gier nicht so sehr im Vordergrund wie bei seinem Kumpel Jauch. Jedenfalls hat man sich um ein gewisses Qualitätsniveau bemüht und sauberes Traubenmaterial verwendet. Für das Supermarkt-Segment sind die Gottschalk-Weine nicht schlecht.“

Thomas Gottschalk und Günther Jauch
Die beiden Freunde dürften die Kritik mit Humor nehmen

IMAGO / Müller-Stauffenberg

Jauch kommt nicht so gut weg

Gottschalks Freund Günther Jauch legte mit der Billig-Wein-Idee übrigens vor: Schon 2018 brachte der Moderator in Zusammenarbeit mit „Aldi“ zwei Cuvée raus.

Für Marcus Johst jedoch ein Flop, er bezeichnete Jauchs Rotwein 2018 als „einfach nur grässlich“. Und heute? Johst: „Ich habe gehört, dass die Weine inzwischen besser sein sollen, habe das aber nicht überprüft. In Jauchs Fall muss man unterscheiden zwischen den Weinen seines Weinguts, die sehr gut sind, und den ,Aldi‘-Weinen. Die haben nichts mit ihm und seinem Team zu tun, Jauch gibt dazu lediglich seinen Namen her. Die Weine werden in einer Fabrik hergestellt, laufen super. Seinen Ruf als Winzer hat er mit der Zusammenarbeit aber ramponiert.“

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