GZSZ-Fiesling Wolfgang Bahro: Nach der Flucht kommt die Tournee!

Paul VerhobenPaul Verhoben | 08.06.2022, 07:42 Uhr
Wolfgang Bahro und Andreas Kurtz
Wolfgang Bahro und Andreas Kurtz

© Christian Schulz

1993 in Folge 185 zeigte sich Jo Gerner erstmals im Fernsehen. Gerade überlebte Wolfgang Bahro als Soap-Bösewicht zum Jubiläum „30 Jahre Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ eine atemberaubend spannende Geschichte bei RTL.

Steigern lässt sich das nicht so leicht, aber versuchen muss man es: Nach der Flucht kommt die Tournee! Vom 12. bis zum 31. Oktober bringt er die Show „Immer wieder Gerner“ in Stuttgart, Rostock, Wolfenbüttel, Köln, Bochum, Mannheim, Neunkirchen/Saar, Fürth, Dresden, Chemnitz, Erfurt, Leipzig, Magdeburg, Münster, Hamburg und Berlin auf die Bühne.

Bahro freut sich auf die Tour: „Zum GZSZ-Jubiläum erreichten mich via Social Media viele freundliche Reaktionen zur rasanten Jo-Gerner-Geschichte. Aber echte Begegnungen mit den Fans kann das natürlich nicht ersetzen.“

„Immer wieder Gerner“ randvoll mit Ankedoten

Vielleicht zwei Monate wollte der Schauspieler diesen Anwalt Jo Gerner in der damals noch recht neuen Serie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ spielen. Daraus wurden inzwischen 30 Jahre. Und der Anwalt mit dem fatalen Hang zu ungesetzlichen Handlungen ist längst Kult geworden. Obwohl es ein Leben vor Gerner gab und sogar eines neben ihm gibt, in dem Bahro sehr erfolgreich Theater spielt und eigene Kabarettprogramme aufführt, überstrahlt dieser Typ alles.

Wolfgang Bahro ist „Immer wieder Gerner“ und spricht in seinen gleichnamigen Memoiren ganz offen über sein Leben als Bösewicht der Nation. Geschrieben hat er das Buch gemeinsam mit Andreas Kurtz, dem renommierten Kolumnisten der „Berliner Morgenpost“ (in der jeden Sonntag seine herausragende Kolumne „Die Lebenden & Die Toten“ erscheint).




Lesung, Interview und Interaktion mit dem Publikum

Beide bringen viel mehr als eine Lesung auf die Bühne. Sie bieten eine amüsante Show, in der es um Bahros Leben, seine Ticks, Macken und Ansichten geht. Und in der sich bekannte Menschen per Video-Einspielfilm melden, um Bahro Fragen zu stellen. Aber auch das Publikum kann sich mit eigenen Fragen einbringen.

„Ich würde mir wünschen, dass Gerner mit seiner Yacht in Richtung Sonnenuntergang fährt.
Dann explodiert die Yacht. Alle denken, Gerner sei tot.“
(Bahro über seinen Serientod/dpa)

Wolfgang Bahro kann es kaum erwarten, dass die Tour endlich startet: „Wenn ich im Studio stehe, fehlt mir die direkte Reaktion des Publikums. Und in der Serie sehen die Zuschauer ja nur Jo Gerner. Ich freue mich auf den Applaus, das Lachen und den ein oder anderen gemeinsamen rührenden Moment. Und verspreche, im Tausch dafür ungewöhnlich viel von dem Typen zu offenbaren, der Jo Gerner spielt.“

Tickets gibt es bei Eventim und überall sonst, wo Eintrittskarten verkauft werden. (RTL)