Promis privatInka Bause über den Tod ihres Ex-Mannes und Tochter Anneli, die auswandert

Inka Bause über die Seebestattung ihres Ex-Mannes und die Tochter, die auswandert
Inka Bause über die Seebestattung ihres Ex-Mannes und die Tochter, die auswandert

© IMAGO / Michael Handelmann

Paul VerhobenPaul Verhoben | 04.09.2022, 18:35 Uhr

Inka Bause einer der beliebtesten Fernsehmoderatorinnen des Landes, und auch wieder Sängerin, sprach jetzt nicht nur über den frühen Tod ihres Vaters und Ex-Mannes, sondern auch über jede Menge Ängste.

Die 54-Jährige „Bauer-sucht-Frau“-Legende gibt nicht allzu oft Privates preis, zumal gerade im Zusammenhang mit der von ihr seit 2005 moderierten RTL-Landliebe-Datingshow in schöner Regelmässigkeit die Frage nach ihrem persönlichen Glück aufkommt.

Nun äußerte sich Inka Bause über den Tod in der Familie, ganz private Ängste – und die Vorsorge bezüglich ihres eigenen Ablebens.

Gegen drei Uhr kam der Anruf

Mit dem frühen Tod ihres Vaters Arndt Bause, einer der größten Popkomponisten der untergegangenen DDR, wurde sie im Jahr 2003 konfrontiert. Der Komponist starb mit 66 Jahren. „Nach 33 Jahren, die ich zuvor glücklich und naiv durchs Leben gegangen war, dachte sich das Schicksal damals wohl: Die Inka, die ist mir wichtig. Und damit das nicht so eine blöde, verwöhnte olle Kuh wird, drehen wir jetzt an der Stellschraube fürs Leben.“ Das erzählt sie in der sonntäglichen Kolumne „Die Lebenden & Die Toten“ von Andreas Kurtz in der „Berliner Morgenpost“.

Damals war sie gerade auf Tournee – als Sängerin. Gegen drei Uhr morgens habe ihre ihrer Mutter Angret (heute 78) angerufen und berichtet, dass ihr Vater gestorben sei. An den Folgen einer Lungenembolie, wie später berichtet wurde. „Er hatte den schönsten Tod, den man sich vorstellen kann. Er bespaßte bis zum Schluss noch unter Schmerzen die Schwestern in der Notaufnahme mit irgendwelchen Witzen.“

Inka Bause und Hendrik Bruch auf einer Wiese
Inka Bause und Hendrik Bruch 1989

© IMAGO / Gueffroy

Inka Bause über den Tod von Hendrik Bruch

Kurz nach dem Tod des Vaters trennte Inka sich dann von ihrem Mann, ihrer Jugendliebe Hendrik Bruch, mit dem sie TV-Shows moderierte und auch die gemeinsame Tochter Anneli großzog. Sie konnte einfach nicht mehr. „Er hatte Jahre vorher Depressionen bekommen, wir durchlebten eine schwere Zeit. Zwei, drei Jahre, mit einem kleinen Kind. Ich sagte oft: Geh zum Arzt, mach irgendwas. Die Antwort war dann immer: „Nein, ich bin bloß in einem Tief.“

Ein Dreivierteljahr, nachdem ihr Vater gestorben war, versuchte Hendrik Bruch zum ersten Mal, sich das Leben zu nehmen. Es blieb nicht bei einem Versuch. „Das ging dann so weiter bis vor sechs Jahren, als er es geschafft hat.“ Da hatte er sich mit nur 53 Jahren aus dem Fenster gestürzt.



Im Interview mit der Illustrierten „Gala“ bezeichnete sie Bruch erst kürzlich als Mann ihres Lebens. „Es gibt und es wird sicher keinen anderen geben, der jemals seinen Platz einnehmen wird.“ Auch wegen der gemeinsamen Tochter.

An die Seebestattung ihres Ex-Mannes, mit dem sie die 1996 geborene Tochter immer verbinden wird, erinnert Inka sich noch gut. Der Bestatter kam am Alten Strom in Warnemünde mit „einer Fluppe im Mund“ und der Bruch-Urne als Handtäschchen im strömenden Regen angeschlendert, fühlte sich ganz offensichtlich unbeobachtet: „Das war so ein komischer Moment, über den sich auch Henni beömmelt hätte.“

Inka Bause will Tochter Aneli möglichst schnell davonziehen lassen

Tochter Anneli, die sich beruflich der Fotografie widmet, zählt wohl zum alles überstrahlenden Lebensglück von Inka Bause. Und die 25-Jährige ist quasi mitverantwortlich für ganz neue Ängste ihrer berühmten Mutter. „Ich hatte Angst, dass meine Tochter irgendwann vor mir steht und sagt: Ich ziehe aus, Mutti.‘ Und ich bin nicht vorbereitet! Also drehte ich das um und besorgte ihr zum 18. Geburtstag eine ganz kleine, abgerockte Altbauwohnung in Lichtenberg.“

Nun hat das geliebte Töchterlein ihren Traummann kennengelernt. Allerdings in Schweden. Das bedeutet: Im Februar will Annelie auswandern. Inka war schockiert, aber nicht wegen der Auswanderung an sich: „Bis Februar warten? Mein Blutdruck! Also habe ich gefragt: ,Anneli, warum möchtest Du eigentlich erst im Februar auswandern? Ihr liebt Euch doch! Wander doch einfach eher aus. Ich will diesen Tag hinter mir haben.“

Inka Bause hat mit einem Zettel vorgesorgt

Zwar will Inka Bause nach eigenen Angaben 100 Jahre alt werden („Nicht für mich, sondern für mein Kind.“) Dafür sorgen sollen Nahrungsergänzungsmittel, regelmässige Arztbesuche und  ein Personal Trainer.

Ihrer Tochter Anneli wolle sie am Ende nicht allzuviel zumuten. Deshalb hat die Moderatorin schon jetzt vorgesorgt. „,Ich habe bei mir zu Hause am Küchenspiegel einen Zettel für meine Tochter, für den Fall, dass mir morgen was passiert. Mit den Nummern meiner Banktante, meines Anwalts, meines Steuerberaters – und eines Bestatters.“