Jennifer Hudson über ihren neuen Film: „Die Queen zu spielen, ist beängstigend!“

Jennifer Hudson im Biopic "Respect" als Aretha Franklin.
Jennifer Hudson im Biopic "Respect" als Aretha Franklin.

© Quantrell D. Colbert/Universal Pictures

14.09.2021 13:55 Uhr

Das Leben eines Schauspielers ist nicht nur Glanz und Gloria, sondern auch mit sehr viel Verantwortung verbunden. So erging es zumindest Jennifer Hudson, die sich wegen ihrer Rolle als Aretha Frankling im Biopic „Respect“ sehr unter Druck gesetzt gefühlt hat. Kein Wunder, denn wer kann der „Queen of Soul“ schon das Wasser reichen?

Einmal im Leben Schauspieler sein! Jennifer Hudson (40) lebt schon lange diesen Traum und kam während den Dreharbeiten zu „Respect“ an ihre Grenzen. Wer kann denn schon der Soul-Queen Aretha Franklin gerecht werden?

Welche Sorgen und Fragen die Schauspielerin und Sängerin geplagt haben, und wie sie mit dem Druck umgegangen ist, verrät sie in einem Interview.

Jennifer Hudson über ihren neuen Film: "Die Queen zu spielen, ist beängstigend!"

© Quantrell D. Colbert/Universal Pictures

„Beängstigend“ und „Knifflig“ – Diese Sorgen quälten Jennifer Hudson

Das die Erwartungen an Schauspieler in Biopics gewaltig sind, steht außer Frage. Doch besonders Jennifer Hudson, die sich schon immer sehr mit Aretha Franklin identifizieren konnte, blickte einer großen Herausforderung entgegen. Würde sie wirklich zu dem Menschen werden können, den sie schon immer bewundert hat?

„Ich meine, die Queen selbst zu spielen ist die beängstigendste Sache überhaupt“, gesteht die Oscar-Preisträgerin. „Natürlich kann sie nicht dupliziert werden. Ich weiß, wofür sie steht und was sie der Welt bedeutet – mir selbst eingeschlossen. Es ist nicht einfach, wenn dir so etwas anvertraut wird; ich habe es überhaupt nicht auf die leichte Schulter genommen.“

„Respect“ – Sie wollte Aretha Franklin stolz machen

Wie man sieht, bedeutet die „Queen of Soul“ der Schauspielerin sehr viel. Sie beschreibt Aretha Franklin als Vorbild, welches sie auf dem Weg ihrer Schauspiel- und Gesangskarriere begleitet hat. Durch sie habe sie zur Musik gefunden und sich immer schon mit den Songs der Soul-Ikone identifizieren können. „So viele Dinge [in ihrer frühen Karriere] spiegeln sich in meinem eigenen Leben und meiner Kunst wider“, erklärt sie.

Kein Wunder, dass die 40-Jährige auf Aretha Franklins Beerdigung 2018 zu Ehren der Legende den Song „Amazing Grace“ singen durfte. Dass Jennifer Hudson so gut mit den Songs ihres Idols vertraut war, hat ihr auch während den Dreharbeiten von „Respect“ sehr geholfen.

„Für die Vorbereitung war das sehr nützlich. Aber gleichzeitig wurde es knifflig, diese Momente und Szenen tatsächlich nachzubilden, denn in manchen Szenen kennt sie den Song noch nicht, also konnte ich es nicht so singen, wie ich es kenne“, enthüllt Jennifer.

Jennifer Hudson unter Druck: Kann sie der „Queen of Soul“ gerecht werden?
Jennifer Hudson am Madison Square Garden 2021.

IMAGO / UPI Photo

Jennifer Hudson auf der Met Gala 2021 in H&M

Seit dem Release des Kinofilms „Respect“ ist die Oscar-Preisträgerin immer wieder in aller Munde. Somit war sie auch auf dem roten Teppich der Met Gala zu finden, wo sie mit einem weißen Kleid von H&M für Aufsehen gesorgt hat. „Für mich ist H&M die Brücke zwischen dem normalen Mädchen und dem Hollywood-Mädchen,“ erklärte sie, „Jeder wird dort repräsentiert, und ich glaube jeder fühlt sich mit dem Label irgendwie verbunden. Ich fühle mich also, als würde ich jeden repräsentieren. Fühle ich wirklich.“

Jennifer Hudson unter Druck: Kann sie der „Queen of Soul“ gerecht werden?

IMAGO / ZUMA Wire