Johnny Depp vs. Amber Heard: Jetzt darf er endlich ihr Handy ausspionieren

Fabia SoellnerFabia Soellner | 05.11.2021, 14:37 Uhr
Johnny Depp vs. Amber Heard: Jetzt darf er endlich ihr Handy ausspionieren
Johnny Depp vs. Amber Heard: Jetzt darf er endlich ihr Handy ausspionieren

IMAGO / Future Image

Der größte Eheskandal Hollywoods geht weiter! Johnny Depp hat endlich per Gerichtsbeschluss Zugriff auf Amber Heards Handy erhalten. Er hofft, nun beweisen zu können, dass die von ihr an die Öffentlichkeit gegebenen Misshandlungsbilder manipuliert wurden.

Johnny Depp soll seine Ex-Frau geschlagen haben? Das können sich viele „Jack Sparrow“ -Fans nicht vorstellen. Seit mehr als zwei Jahren liefert sich das Ex-Paar Johnny Depp und Amber Heard eine öffentliche Schlammschlacht und bezichtigt den jeweils anderen der Misshandlung.

Doch die „Aquaman“-Darstellerin wird nun vielleicht bald ihren größten Trumpf einbüßen müssen – die Fotos, auf denen sie im Jahr 2015 ihre angeblichen Misshandlungswunden dokumentiert hat und die seit 2018 als Beweismittel gelten, sollen laut ihrem Ex-Mann manipuliert sein. Mit Zugriff auf ihr Handy kann der 58-jährige Schauspieler das nun vielleicht sogar beweisen.

Das hat es mit den Misshandlungsfotos auf sich

Gerötete Augen, Blutergüsse und eine gebrochene Nase – auf diese Weise zeigt sich Heard auf den Beweisfotos, die nach einer Misshandlung durch Johnny Depp im Jahr 2015 geschossen worden sein sollen.

Leider scheinen die Bilder jedoch nicht so eindeutig zu sein, wie man vielleicht denken könnte. Zum einen kann das Los Angeles Police Department nicht bestätigen, die 38-Jährige damals in diesem Zustand vorgefunden zu haben, noch haben die Fotos irgendwelche Metadaten. Diese würden Hinweise geben, wann und wo die Bilder geschossen worden sind, und auch, ob sie bearbeitet wurden.

„Mr. Neumeisters vorherige Untersuchungen zeigen, dass eine Anzahl der Fotos durch eine Software gelaufen sind – und zwar durch eine Editing-App namens ‚Photo 3‘, mit der man leicht Bilder manipulieren und Blutergüsse fälschen kann, die gar nicht da sind“, gibt Benjamin Chew, Depps Anwalt, zu verstehen.

Johnny Depp hat bereits verloren

Vielleicht scheint sich das Blatt für den Schauspieler endlich zu wenden. 2020 hatte er bereits eine Verleumdungsklage gegen die Boulevardzeitung „The Sun“ verloren, die ihn als Frauenschläger bezeichnete. Das Gericht hatte alle 14 von Amber genannten Vorwürfe untersucht, und ihn für 12 davon für schuldig befunden.

„Ich akzeptiere die Beweise bezüglich der Misshandlungen, die er gegen sie ausgeführt hat. Sie müssen schrecklich gewesen sein. Ich akzeptiere, dass Mr. Depp sie in Lebensgefahr gebracht hat“, so der Richter.

Eine ziemliche Niederlage für Depp – doch seine Fans stehen treu hinter ihm. Während er seine Rolle im „Harry Potter“-Universum als Grindelwald verlor, spendete seine Ex-Frau die erhaltenen 7 Millionen Dollar angeblich an die „American Civil Liberties Union“ und an die Kinderkrebsstation im Chrildren’s Hospital of Los Angeles. Mittlerweile wurde bestätigt, dass die 38-Jährige die Spenden nicht ausgeführt hat.

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Amber Heard: Wird sie nun entlarvt?

Der selbst ernannten „öffentlichen Repräsentantin für unter häuslicher Gewalt leidender Frauen“ scheinen nun die Asse im Ärmel auszugehen.

Während ihr Ex-Ehemann keinen Einblick in seine persönlichen Gerätschaften gewähren muss, ist die Schauspielerin verpflichtet, dem Anwalts-Team von Depp ihr Handy zu übergeben. Die laufende Verleumdungsklage über 50 Millionen Dollar könnte bei Beweisfindung zugunsten von Depp entschieden werden.

Johnny Depp vs. Amber Heard: Der Kampf ist noch nicht vorbei

Doch so tragisch die Geschichte ist, so verbissen sind die beiden Hollywood-Stars. Ein Ende ihrer Gerichtsverhandlung ist noch nicht in Sicht, bestärkt durch das ständige Spießumdrehen. Amber Heard ließ mitteilen, dass sie kooperieren würde und ihr Handy dem Anwalts-Team ihres Ex-Mannes zukommen lässt. Seine Vorgehensweise kritisiert sie jedoch stark.

Heards Rechtsanwältin äußerte sich folgendermaßen gegenüber „Page Six“: „Das ist eine dreckige Strategie von Mr. Depps Anwalts-Team, um meine Mandantin mit falschen Beschuldigungen zu überhäufen, ohne sie direkt zu diffamieren.“

Es bleibt abzuwarten, ob Beweise der Bildfälschung gefunden werden können. (FS)