„Jackass“-Star Johnny Knoxville gibt aufgrund von Hirnschaden schwere Stunts auf

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 28.01.2022, 22:27 Uhr

IMAGO / Future Image / D. Van Tine

Das war sogar für Johnny Knoxville zuviel: Der „Jackass“-Star zog sich bei einem Stunt eine Hirnverletzung zu — und fiel danach in einen tiefes Loch. Nun schwört er harten Aktionen ab.

„Jackass“-Star Johnny Knoxville (50) ist für die irrsten Stunts bekannt — und zwar für solche, bei denen man sich an den Kopf greift und sich ernsthaft fragt, warum ein Mensch sich das antun würde. Damit — zumindest mit den ganz harten Kalibern — ist für Knoxville aber endgültig Schluss. Bei den Dreharbeiten zum aktuellen Film „Jackass Forever“ übertrieb es der Schauspieler und Stuntman nämlich eindeutig — und zog sich bei einem Zusammenstoß mit einem Stier neben einem gebrochenen Handgelenk und gebrochenen Rippen auch einen Hirnschaden zu.

Details zu Knoxvilles Verletzung

Bei dem Aufprall erlitt Knoxville eine Gehirnerschütterung, die eine Gehirnblutung zur Folge hatte. Das hatte gravierende Konsequenzen — laut ihm haben seine kognitiven Fähigkeiten deutlich darunter gelitten. „Meine kognitiven Fähigkeiten haben nach dem Aufprall stark nachgelassen … Niemand in meiner Familie ist glücklich über den Stunt“, erklärte Knoxville im Interview mit der US-amerikanischen Radiolegende Howard Stern (68).

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Das sagt der Jackass-Star über den Unfall

„Der Schlag vom Stier war der schlimmste, den ich je von einem Stier bekommen habe, vielleicht sogar überhaupt. Ich erinnere mich, dass ich einige Tests gemacht habe. Mein Neurochirurg fragte mich: ‚Haben Sie im Moment Probleme, aufmerksam zu sein?‘ Ich antwortete: ‚Ja, warum?’ Er sagte: ‚Weil Sie eine 17 bei [Ihrer Aufmerksamkeit] erreicht haben. 17 von 100 wohlgemerkt“.

Knoxville weiter: „Ich musste mich all diesen Behandlungen unterziehen wie der transkraniellen Magnetstimulation, bei der man 30 Minuten am Stück mit diesen Magneten beschallt wird. Und zwar, oh Gott, ich würde sagen, zehn bis zwölf Behandlungen über einen Zeitraum von zwei Monaten, die bei Depressionen helfen und meine kognitiven Fähigkeiten fördern sollen. Es war schwer, sich davon zu erholen. Ich habe damals versucht, den Film zu schneiden, aber ich konnte nicht stillsitzen.“

Depressionen nach Verletzung

Seine Verletzung stürzte Knoxville aber auch in eine mentale Tiefphase. „Bei der letzten Gehirnerschütterung bin ich in eine kleine Depression verfallen. Das ist vorher noch nie passiert“. Dann betont er, wie gravierend dieser Einschnitt tatsächlich war: „Ich kann keine weiteren Schläge auf den Kopf verkraften…. Mein Gehirn hat mir nur Streiche gespielt. Ich wurde richtig depressiv und konzentrierte mich zu sehr auf die Dinge. Ich musste zum ersten Mal in meinem Leben mit Medikamenten beginnen. Das hat mich völlig verändert – und die Therapie“.

Trotzdem blickt er positiv in die Zukunft: „Es war wirklich schwer, sich von der letzten Verletzung zu erholen, aber jetzt geht es mir gut. Ich habe das Gefühl, so gesund wie noch nie zu sein“, so der Star. Zu sehen gibt es Knoxville und seine „Jackass“-Freunde ab 4. Februar 2022 — da kommt „Jackass Forever“ in die Kinos.