27.10.2020 18:30 Uhr

Joni Mitchell: „Ich bin eine Kämpferin“

An Musik ist nicht zu denken. Joni Mitchell konzentriert sich momentan darauf, wieder vollständig gesund zu werden. Vor allem das Laufen bereitet der Musikerin Sorgen.

Richard Shotwell/Invision/dpa

Auch rund fünf Jahre nach einem Aneurysma hat die kanadische Sängerin Joni Mitchell (76) immer noch Probleme mit dem Laufen. „Ganz langsam aber stetig geht es aufwärts“, sagte Mitchell in einem Interview dem „Guardian“.

Nach der lebensgefährlichen Arterienerweiterung 2015 habe sie zunächst weder sprechen noch laufen gekonnt. „Meine Sprache kam schnell wieder, aber mit dem Laufen habe ich immer noch Probleme. Aber ich bin eine Kämpferin.“

Eine der berühmtesten Sängerinnen der 70er

Mitchell war in den 70er Jahren eine der einflussreichsten Singer-Songwriterinnen. Unter anderem schrieb sie mit dem Song „Woodstock“ für Crosby, Stills, Nash & Young eine Hymne auf das legendäre Festival der Hippie-Bewegung. Im Laufe ihrer Karriere gewann sie mehrere Grammys und wurde in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen.

Ihr bislang letztes Album „Shine“ hatte sie 2007 veröffentlicht. Derzeit konzentriere sie sich auf ihre Gesundheit, sagte Mitchell. „Ich habe in letzter Zeit nichts geschrieben. Ich habe nicht Gitarre oder Klavier oder irgendetwas anderes gespielt.“ Die großen Bühnen habe sie außerdem eh nie gemocht. „Da gab es immer zu großen Abstand zwischen mir und den Zuschauern und das mochte ich nie wirklich.“

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