Lena Meyer-Landrut über die gesellschaftliche Sensationsgeilheit

IMAGO / Eventpress

09.09.2021 18:22 Uhr

Seit Beginn ihrer Karriere hält Lena Meyer-Landrut ihr Privatleben so gut wie möglich aus der Öffentlichkeit fern und hat das von ihrem einstigen Mentor Stefan Raab mit auf den Weg bekommen.

Bis heute behält Lena Meyer-Landrut das bei und lebt sehr privat. Das Interesse an ihrem Privatleben ist trotzdem, oder vielleicht auch gerade deswegen, sehr groß.

Lena gibt keinem einzelnen Menschen die Schuld

Die deutsche Presse stürzt sich auf jeden noch so kleinen privaten Schnipsel, den Lena z.B. auf Instagram anbietet. Doch die Sängerin hegt keinen Groll gegen die Presse: „Die Presse ist für mich nicht ohne ihre Konsument:innen bewertbar. Wenn ich mich in der Vergangenheit ungerecht behandelt gefühlt habe, dann habe ich keinen einzelnen Menschen gesucht, den ich zum Schuldigen gemacht habe. Das Unrecht, das mir teilweise widerfahren ist, war immer ein Zusammenspiel aus gesellschaftlicher Sensationsgeilheit, der Presse und deren Leser:innen“, so Lena gegenüber dem „Stern“.

Und weiter: „Es hat mich aber geärgert, wenn Moral und Ethik komplett hinten angestellt wurden, um diese Sensationsgeilheit zu bedienen. Ohne Namen zu nennen, habe ich über die Jahre schon gemerkt, dass es Journalist:innen und Verlage gibt, mit denen ich nicht mehr spreche. Ich sehe die Verantwortung da auch bei ihnen, auch wenn ich weiß, dass die Konsument:innen dieser Zeitungen diese unschöne Form des Journalismus verlangen.“

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„Manche kennen den Menschen Lena schon in all seinen Facetten“

Anders als viele Influencer und Promis nimmt Lena ihre Fans und Follower bei Instagram nicht mit in den Alltag, schlachtet Beziehungen aus oder postet öffentliche Liebesbekundungen. Trotzdem findet die Sängerin nicht, dass sie ein privates Leben führt.

„Manche kennen den Menschen Lena schon in all seinen Facetten (lacht). Es ist schön, dass man mir heute Professionalität zuschreibt. Ich persönlich finde aber nicht, dass ich meinen Fans und der deutschen Öffentlichkeit gegenüber keinen offenen und ehrlichen Einblick in meine Gedankenwelt gebe“, so Lena.

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Ein Zitat als Vorbild

Lena nimmt sich ein Zitate der Schauspielerin Tilda Swinton zum Vorbild und sagt: „Die Schauspielerin Tilda Swinton hat in einem Interview einmal gesagt: ‚Du musst dein Fach so sehr professionalisieren, dass du ohne nachzudenken improvisieren kannst und das Ergebnis dennoch gut wird‘.“

Bis sie dahin gekommen ist, sind einige Jahren vergangen, doch heute sagt sie: „Diese Sicherheit habe ich heute in Interviews, weil ich zu spüren bekam, was passierte, als ich diese noch nicht hatte.“