„Let’s Dance“-Russin Ekaterina Leonova wehrt sich gegen Hasskommentare

Paul VerhobenPaul Verhoben | 07.03.2022, 08:43 Uhr
Ekaterina Leonova Let's Dance
Ekaterina Leonova Let's Dance

Foto: RTL / Boris Bushmin

Putins Krieg sorgt hierzulande auch für unwürdige Reaktionen. "Let’s Dance"-Profi Ekaterina Leonova wird im Netz wegen ihrer russischen Herkunft angefeindet.

Die Tänzerin tanzt in diesem Jahr mit Komiker und Autor Bastian Bielendorfer, kann sich allerdings nur schwer auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren. Wegen ihrer russischen Wurzeln hat Ekat momentan mit vielen negativen Kommentaren zu kämpfen, die sich auf die Invasion der Ukraine durch den russischen Präsidenten Putin beziehen.

In einer Video-Message über RTL teilte die Tänzerin als Antwort auf die Hassnachrichten mit, wie sie trotz der Situation lachend bei „Let’s Dance“ tanzen könne: „Es ist mir natürlich nicht egal. Aber es ist gerade mein Job und es ist ein Job, den ich sehr liebe.“

Bastian Bielendorfer und Ekaterina Leonova Let's Dance

Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Ekaterina Leonova äußert sich

Außerdem sehe sie in der RTL-Tanzshow das beste Beispiel, wie Menschen vieler Nationen gemeinsam etwas Schönes kreieren können, da viele der Profitänzer ausländische Wurzeln haben. Zu den Vorwürfen gegen Putin sagt sie: „Ich habe viele bösartige Kommentare zum Thema Krieg bekommen und ich finde es sehr schade, dass man jetzt nach Herkunft beurteilt. Ja, ich bin Russin. Ich bin in Russland geboren, aber ich bin nicht für die Politik in diesem Land verantwortlich. Meine Familie wohnt ca. 300 km von der ukrainischen Grenze entfernt.“

„Ich bin in Gedanken bei meiner Familie und bei allen Menschen, die durch diesen Krieg leiden – auf beiden Seiten.“




Klares Statement

Für Leonova ist es außerdem völlig sinnlos, auch noch in den sozialen Medien unschuldige Menschen zu attackieren: „Ich wünsche mir nur Frieden. Genauso wünsche ich mir jetzt Frieden auf Social Media. Es bringt nichts, noch einen zweiten Krieg zu führen gegen alle Russen. Ich bin für Frieden. Ich wünsche ein glückliches und kriegfreies Leben jedem Menschen in jedem Land auf dieser Erde.“

„Ja, ich muss weiterarbeiten und weiterleben. Wer sonst wird das für mich machen?“, sagt die Tänzerin weiter dazu. „Hört bitte auf, mich für Putins Politik verantwortlich zu machen. Ich bin für Frieden.“ Zudem verlangte die 1987 in Wolgograds geborene Tänzerin, mit den Hasskommentaren im Netz aufzuhören. „Es bringt nichts, noch einen zweiten Krieg zu führen gegen alle Russen.“ (Bang/KT)