„NDR Talkshow“ Marie-Luise Marjan sollte Sekretärin werden

dpadpa | 30.07.2022, 09:26 Uhr
Marie-Luise Marjan in der NDR-Talkshow
Marie-Luise Marjan

NDR/Uwe Ernst

Sie war als Mutter Beimer durch die Fernsehserie „Lindenstraße“ ein Star in Deutschland geworden. Das hätte aber auch anders ausgehen können. Denn ihr Vater hatte ganz andere Berufswünsche für sie.

Wenn es nach dem Vater von Marie-Luise Marjan gegangen wäre, wäre die heute 81-Jährige niemals Theater- und Fernsehschauspielerin geworden.

Marie-Luise Marjans Vater hatte andere Pläne

Ihr Vater habe diesen Beruf als brotlose Kunst gesehen, sagte Marjan in der „NDR Talkshow“ in Hamburg. Er wollte, dass sie stattdessen lieber Krankenschwester oder Sekretärin wird.

„Mein Papa fand damals, Schauspielerei sei brotlose Kunst und wollte, dass ich etwas Anständiges lerne. Ich solle Krankenschwester oder Sekretärin werden. Das war so in der Zeit, in den Fünfzigern. Ein Mädchen stellte sich nicht auf die Bühne, wenig bekleidet. Mein Drang war zu stark, aber so habe ich keine finanzielle Unterstützung erfahren und musste Waschmaschinen verkaufen. Das war aber eine gute Übung für die Schauspielerei, denn ich musste Menschen überzeugen.“



Karriere als „Waschmaschinenvertretung“ 

Marjan wurde als Mutter Beimer in der Fernseh-Seifenoper „Lindenstraße“ bekannt und stand auch für viele andere Filme und Serien vor der Fernsehkamera und auf der Theaterbühne.

Als junge Frau habe sie sich in Hamburg unter anderem als „Waschmaschinenvertretung“ finanziell über Wasser gehalten und andere Menschen davon überzeugt, ihre Wäsche von einer bestimmten Firma waschen zu lassen. „Das war eigentlich eine gute Übung als Schauspielerin. Ich musste Menschen überzeugen.“ Marjan ist kürzlich von Köln nach Hamburg gezogen. Sie freue sich nun besonders über die Alster, in deren Nähe sie nun wohne. „Ich gehe da ja immer Schwäne füttern und sitze dann und gucke den Sonnenuntergang an.“