Moritz Bleibtreu: „Ich halte jegliche Form von Meinung oder Kritik derzeit für falsch“

Paul VerhobenPaul Verhoben | 15.10.2021, 09:15 Uhr
Moritz Bleibtreu: "Ich halte jegliche Form von Meinung oder Kritik derzeit für falsch"
Moritz Bleibtreu: "Ich halte jegliche Form von Meinung oder Kritik derzeit für falsch"

IMAGO / Future Image

Moritz Bleibtreu hat sich jetzt zu privaten Dingen und auch zur Corona-Krise geäußert.

Der Schauspieler musste wie viele andere Kollegen während der Pandemie auf Drehs verzichten. Besonders Familie und Freunde halfen ihm durch die schwere Zeit.

Moritz Bleibtreu sagte dazu: „Wir haben uns aneinander festgehalten im Kreise der Lieben und der Familie. Komplett isoliert zu sein, ist das Schlimmste, was einem passieren kann. Das macht diese Krise auch so wahnsinnig schwierig. Einer der traurigsten Aspekte der Pandemie ist dieses Trennen der Menschen. Das tut weh.“

Es ist nicht besser geworden

Wirklich viel besser sei es noch nicht, so der 50-Jährige TV- und Kinostar im Interview mit dem „RND“: „Ich versuche die ganze Zeit, Licht am Ende des Tunnels zu sehen. Es ist eine sehr schwierige Situation, in der wir gerade sind. Man kann momentan auch kein Interview geben, ohne über die gesellschaftliche Situation zu sprechen. Ich bin an einem Punkt, an dem ich jegliche Form von Meinung oder Kritik für falsch halte. Das führt in eine Richtung, die niemandem guttut.“

Moritz Bleibtreu nimmt Schönes intensiver wahr

Und weiter: „Eines meiner Lieblingszitate von Shakespeare ist: ‘Ruhe ist die beste Hilfe.‘ Das ganze Gerede bringt niemandem etwas. Meine persönliche Meinung kundzutun bringt nichts Gutes hervor. Ruhe würde uns allen helfen, gerade in den sozialen Medien. Wenn es etwas Positives in dieser Zeit gibt, ist es, dass ich mir verschärft Mühe gebe, alles Schöne noch intensiver wahrzunehmen. Man muss nicht alles besprechen, man kann sich auch mal darauf besinnen, dass es uns noch gut geht. Sonst wird man irgendwann irre.“

Der Grund, das Bleibtreu aus der Versenkung auftaucht, ist seine neue Serie „Blackout“ bei Joyn.

Moritz Bleibtreu: "Ich halte jegliche Form von Meinung oder Kritik derzeit für falsch"

Joyn/W&B Television, Gordon Timpen

Bleibtreu in „Blackout“

Der Erfolg des Millionen-Bestsellers „Blackout. Morgen ist es zu spät“ von Marc Elsberg (Blanvalet Verlag), auf dem die Serie basiert, beweist die Faszination dieses Szenarios: Mehr als zwei Millionen Exemplare werden in Deutschland und 22 weiteren Ländern verkauft. Seit dem 14. Oktober 2021 knüpft die High-End-Serie mit Starbesetzung bei Joyn PLUS+ daran an: An der Seite von Moritz Bleibtreu spielen u.a. auch Marie Leuenberger, Heiner Lauterbach, Jessica Schwarz, Barry Atsma, Stephan Kampwirth, Herbert Knaup, Francis Fulton-Smith und viele weitere.

Zum Inhalt: An einem kalten Novemberabend wird im europäischen Stromnetz eine fatale Kettenreaktion ausgelöst. Überall schalten sich Kraftwerke ab, Telefonnetze brechen zusammen, Züge bleiben stehen – ein ganzer Kontinent verschwindet in der Dunkelheit.

Regierung und Behörden kämpfen mit den Auswirkungen des Blackouts.  Und Frauke Michelsen (Marie Leuenberger) muss als neu berufene Leiterin des nationalen Krisenstabs Entscheidungen über Ressourcen und Prioritäten – und damit über Menschenleben – treffen. Derweil gerät Pierre Manzano (Moritz Bleibtreu), ein ehemaliger Hacker und Umweltaktivist, in den Fokus der Ermittlungen unter der Leitung von Kriminalhauptkommissar Jürgen Hartlandt (Heiner Lauterbach).

Moritz Bleibtreu: "Ich halte jegliche Form von Meinung oder Kritik derzeit für falsch"

Joyn/W&B Television, Gordon Timpen

Manzano ist davon überzeugt, dass der Blackout ein gezielter Anschlag ist. Sein vermeintliches Insiderwissen macht Manzano, der Europol und dem BKA eigentlich helfen will, plötzlich selbst zum Verdächtigen. Auf der Suche nach den Verursacher*innen muss er sich seiner eigenen Vergangenheit stellen. Für Manzano und für ganz Europa beginnt ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit.