Musiklegende Paul Anka: Wir arbeiteten alle für die Mafia

dpadpa | 15.07.2022, 16:07 Uhr
Paul Anka bei einem Auftritt in Spanien (2014).
Paul Anka bei einem Auftritt in Spanien (2014).

Adrian Ruiz De Hierro/EFE/epa/dpa

Als Teenie-Idol in den 50er Jahren habe der heute 80-Jährige viel Geld, in den 60er Jahren wollte er dem berühmten „Rat Pack“ nacheifern, erzählt er. Das blieb der Mafia nicht verborgen.

Der kanadische Musiker Paul Anka (80) hat sich eigenen Erzählungen zufolge vor Jahrzehnten mit der Mafia eingelassen – und war damit nicht alleine.

Im Interview mit dem Hamburger „Spiegel“ erzählte er von seinen Erlebnissen in den 1960er Jahren mit dem „Rat Pack“ – also Entertainern um Frank Sinatra oder Dean Martin – und deren vermutlichen zwielichtigen Verwicklungen. „Damals war ich ein durchgedrehtes Teenie-Idol, aber ich wollte werden wie Dean Martin oder Frank Sinatra, alles ältere Leute“, sagte Anka.

„Wir arbeiteten seinerzeit übrigens alle – alle! – für die Mafia.“

Die Mafia, die damals „alles kontrolliert“ habe, habe ihn gemocht, weil er Geld verdient habe. „Es war die aufregendste und lehrreichste Zeit meines Lebens.“

„Peter Kraus hat  mich kopiert. Netter Kerl“

Die Eltern von Paul Anka sind aus Syrien und dem Libanon nach Kanada eingewandert. Dazu sagte der Musiker, desen Song „Diana“ zu den erfolgreichsten Singles aller Zeiten gehört und einer der erste Millionenseller eines Teenagers war: „Ich werde jedoch als weißer Mann gesehen. Mich hat aber immer nur schwarze Musik begeistert, von Anfang an. Sie hat sich eingeschrieben in unser aller Kunst. Wer auch immer damals die US-Charts bevölkerte, hat die Schwarzen kopiert, bis hin zu einem Peter Kraus, der in Deutschland wiederum mich kopierte. Netter Kerl, übrigens.“

Anka wurde in den 1950er Jahren als Tennie-Idol neben Liedern wie „Diana“ auch mit dem Welthit „Put Your Head on My Shoulder“ berühmt. Er schrieb außerdem viele Hits für andere Musiker, etwa „My Way“ für Frank Sinatra.

(dpa/K&T)