Nach „Ballon d’Or“-Wahl: Cristiano Ronaldo stinksauer

Tony PolandTony Poland | 30.11.2021, 18:44 Uhr
Nach „Ballon d'Or“-Wahl: Cristiano Ronaldo stinksauer
Nach „Ballon d'Or“-Wahl: Cristiano Ronaldo stinksauer

IMAGO / Sportimage

Am gestrigen Mittwochabend wurde in Paris mal wieder der beste Fußballer dieses Planeten gewählt. Einer, der diesen Preis bereits fünf Mal abstauben konnte, fehlte allerdings auf der Gala.

Superstar Cristiano Ronaldo (36) blieb in England, um sich mit seinem Verein Manchester United auf das nächste Spiel vorzubereiten.

Nun war bereits von Beginn an klar, dass Ronaldo in diesem Jahre keine Chance auf den begehrten „Ballon d’Or“ haben würde. Also sparte sich der Mega-Kicker die Anreise und tauchte trotz seiner Nominierung gar nicht erst auf.

Französischer Journalist attackiert Cristiano Ronaldo

Über das Fernbleiben des Portugiesen der Zeremonie entbrannte eine hitzige Diskussion. Der Chefredakteur von „France Football“ hatte jedenfalls seine eigene Sicht auf die Gründe. „Ronaldo hat nur ein Ziel, und das ist, seine Karriere mit mehr „Ballon d’Ors“ zu beenden als Lionel Messi“, sagte Pascal Ferré der „New York Times“. Mit seiner französischen Fachzeitschrift vergibt er jedes Jahr den „goldenen Ball“ für den besten Spieler der Welt.

Ferré bezog sich in seiner Äußerung angeblich auf eine persönliche Unterhaltung mit CR7. „Ich weiß das, weil er es mir gesagt hat.“ Heftige Anschuldigungen gegen den Fußballer, der für seinen Ehrgeiz bekannt ist. Genauso weiß allerdings auch (fast) jeder Fußballfan, dass Ronaldo das Herz am rechten Fleck hat und ein respektvoller und tadelloser Sportsmann ist.

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Cristiano Ronaldo hat sein Herz am rechten Fleck

IMAGO / Inpho Photography

„Er hat gelogen!“: Cristian0 Ronaldo poltert zurück

Der Stürmer von Manchester United machte seinem Unmut über die Äußerungen des Journalisten verständlicherweise Luft. „Pascal Ferré hat gelogen. Er hat meinen Namen benutzt, um für sich selbst zu werben und für die Zeitung, für die er arbeitet“, schrieb er auf Instagram. „Es ist inakzeptabel, dass die Person, die für die Verleihung eines so prestigeträchtigen Preises verantwortlich ist, auf diese Weise lügt.“ Auch die angebliche Quarantäne, die sein Nichterscheinen begründen würde, sei gelogen.

Ronaldo hat aktuell fünf „Goldene Bälle“ im Trophäenschrank stehen, während sein Konkurrent Messi bereits sieben Titel vorweisen kann. Bereits seit Jahren gibt es die medial aufgebauschte Diskussion, welcher Spieler denn tatsächlich das Nonplusultra sei. Dabei pflegen die beiden Ausnahmekönner ein gutes Verhältnis und schätzen sich gegenseitig. „Ich werde immer denjenigen gratulieren, die gewinnen. Sportsgeist und Fairplay haben meine Karriere von Anfang an geprägt“, äußerte sich der Star abschließend.

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Lionel Messi gewinnt „Ballon d’Or“

Auch bei der Fußballerwahl an sich waren sich nicht alle Parteien einig. Erneut wurde Lionel Messi (34) mit dem Pokal für den besten Spieler ausgezeichnet. Der Argentinier spielte zweifellos ein gutes Jahr 2021 und gewann mit Argentinien die Copa América. Aber nach Meinungen der meisten Experten und auch vieler Fans hätte es in diesem Jahr Robert Lewandowski (33) verdient gehabt.

Für den Stürmer von Bayern München reichte es aber nur zu einem undankbaren zweiten Platz. Der Pole erzielte Tore ohne Ende und gewann mit seinem Verein viele Titel. Aufgrund seiner Gesamtleistung in den letzten beiden Jahren wäre Lewandowski ein verdienter Sieger gewesen. Einmal mehr zeigt sich aber, dass es bei der Weltfußballerwahl auch um Prestige und Namen geht. Der deutsche Fußball muss sich hier noch immer hintenanstellen.

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Lionel Messi wurde zum siebten Mal zum besten Spieler der Welt gewählt

Foto: IMAGO / Xinhua