Nicki Minaj: Killer ihres Vaters erhält lächerliches Urteil

Tim GriemensTim Griemens | 10.05.2022, 08:00 Uhr
Nicki Minaj auf dem roten Teppich
Nicki Minajs Vater ist tragisch verunglückt.

IMAGO / UPI Photo

Der tragische Tod ihres Vaters hat Nicki Minaj tief erschüttert. Lange hatte die Familie auf eine gerechte Strafe gehofft, um mit dem Fall abschließen zu können. Der Täter hat nun endlich sein Urteil erfahren, dass jedoch lächerlich gering ausgefallen ist.

Das Jahr 2021 hat bei Nicki Minaj bleibende Spuren hinterlassen. Die Sängerin hat im Februar ihren Vater bei einem tragischen Autounfall verloren und ist seitdem in tiefer Trauer. Der Fahrer des Autos hat an der Unfallstelle Fahrerflucht begangen, wurde letztendlich jedoch gefasst.

Zusammen mit ihrer Mutter hatte Nicki Minaj auf ein gerechtes Urteil gehofft, schließlich drohte dem Täter 11 Jahre hinter Gittern. Doch daraus wird wohl nichts – das Urteil, das vor wenigen Tagen verkündet wurde, ist erschreckend gering ausgefallen. Die Sängerin und ihre Mutter sind stinksauer, wie sie in einem Statement verkünden.

Tragisches Verbrechen

Seit mehr als einem Jahr lief das Verfahren gegen den 71-jährigen Charles Polevich. Er hat den 64-jährigen Vater von Nicki Minaj, Robert Maraj, überfahren und anschließend seinem Schicksal überlassen. Polevich hatte sich einige Tage später der Polizei gestellt, wie die örtlichen Behörden berichtet.

Das Tatfahrzeug, einen Volvo Station Wagon aus dem Jahr 1992, hatte der Senior versteckt, wie er dem Gericht gestand. 

Täter steht vor Gericht

Zumindest eine Sache dürfte die Minaj-Familie beruhigt haben – der Täter hat sich offiziell für schuldig erklären lassen. Doch das mit der Ruhe war dann schnell vorbei, als das Gericht das Urteil für den 71-Jährigen verkündete. Obwohl ihm bis zu 11 Jahren Haft gedroht hatten, bekam Polevich nur ein Jahr hinter Gittern. Nach seiner Entlassung soll er gemeinnützige Arbeit leisten, auch sein Führerschein wurde im abgenommen.

Nicki Minajs Mutter erhebt Anklage

Ein ziemlicher Schock, besonders für Nicki Minajs Mutter. Carol Maraj, die ihrem Ehemann im Krankenhaus beim Sterben zusehen musste, kann es immer noch nicht fassen. „Ich bin damit nicht glücklich… ein Jahr Gefängnis. Damit bin ich nicht zufrieden“, äußerte sie sich gegenüber „Newsday“.

„Ich war sauer, sehr, sehr sauer“, erzählt sie weiter. „Ich habe angefangen zu zittern, weil alle Erinnerungen an diese Nacht, als ich im Krankenhaus saß, wieder hochgekommen sind.“ Carol hat nun Zivilklage gegen Polevich erhoben und verklagt ihn um 150 Millionen Dollar. „Ich werde im Prozess sagen, was ich zu sagen habe“, so Carol.