Novak Djokovic: Bekommt er eine Ausnahmeregelung für Australien-Einreise?

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 17.01.2022, 14:00 Uhr

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Der australische Premierminister verspricht Tennisstar Novak Djokovic eine Ausnahmegenehmigung für künftige Australien-Turniere.

Die Einreise-Affäre um den serbischen Tennisspieler Novak Djokovic (34) geht in die nächste Runde. Nachdem dem ungeimpften Sportler im Rahmen der Australian Open (nach längerem Hin und Her) sein Visum aberkannt wurde, sieht er sich mit einer dreijährigen Einreisesperre konfrontiert — so sieht es das australische Gesetz vor. Allerdings dürfte Djokovic hier eine Sonderbehandlung erfahren.

Sonderbehandlung für Djokovic

Eigentlich dürfte Djokovic erst wieder 2026 wieder nach Australien einreisen und somit an den Australian Open teilnehmen. Djokovic ist dann 38 Jahre alt, nicht gerade jung für einen Tennisspieler. Allem Anschein nach darf er sich aber auf eine Sondergenehmigung einstellen — das erklärte Australiens Premierminister Scott Morrison (53). „Ich werde nichts tun, was dem Minister nicht ermöglichen würde, die dafür notwendigen Anrufe zu tätigen. Es dauert eigentlich drei Jahre, aber unter den richtigen Umständen kann man zurückkehren. Das ziehen wir in Betracht“, zitiert ihn „Bild“.

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Ausgerechnet Einwanderungsministers soll helfen

Morrisson bezieht sich dabei auf den Einwanderungsminister Alex Hawke (44), der zu einem großen Teil verantwortlich für den Fall Djokovic war und plädierte, ihm zugunsten der Gesundheit der Bevölkerung das Visum abzuerkennen. Damit hatte Hawke einerseits für viel Zustimmung, andererseits auch für harsche Kritik aus dem Djokovic-Lager gesorgt.

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Djokovic in Dubai gelandet

Djokovic soll mittlerweile in Dubai zwischengelandet sein. Es dürfte für ihn ein harter Flug gewesen sein: Die First Class, in der der Sportler sonst fliegt, war bereits ausverkauft — und so musste er in der Business Class fliegen, ganz ohne eigene Kabine, Bett und Dusche. Zumindest die Aussicht auf eine schnellere Wiederkehr zu den Australien Open dürfte Djokovic ein klein wenig getröstet haben.