Um Geld geprellt: Ozzy Osbourne treibt Fans in die Arme von Internet-Abzockern

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 24.01.2022, 21:45 Uhr
Um Geld geprellt: Ozzy Osbourne treibt Fans in die Arme von Internet-Abzocken
Um Geld geprellt: Ozzy Osbourne treibt Fans in die Arme von Internet-Abzocken

© IMAGO / Motorsport Images

Ach, Ozzy… nachdem Metal-Ikone Ozzy Osbourne einen eigenen digitalen Kunstshop veröffentlichte, sorgt er nun für Freude bei Online-Abzockern und Ärger bei Fans.

Ozzy Osbourne (73) ist nicht besonders technikaffin — diesen Eindruck hatte man zumindest, wenn man in den 2000er-Jahren die Kult-Sitcom „The Osbourne“ schaute. Damals kämpfte Ozzy schon mit einer Fernbedienung als wäre sie ein völliger Fremdkörper. Umso erstaunlicher war es darum, als der Musiker vor kurzem seine erste NFT-Kollektion bekannt gab — eine Sammlung von digitalen (Fledermaus)-Kunstwerken und gerade der letzte Schrei in der Digitalwelt. Allerdings wäre Ozzy nicht Ozzy, wenn dabei nicht etwas ordentlich schief gelaufen wäre!

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Betrugsmasche

Wie die Technik-Seite „The Verge“ berichtete, verlinkte die Firma CryptoBatz (mit der Ozzy die Kollektion veröffentlichte) eine Kurz-URL, die später geändert wurde. Daraufhin übernahmen Internet-Betrüger die alte Adresse. Das Problem: Ozzy und CryptoBatz posteten weiterhin Beiträge, in denen die falsche Adresse aufschien. Somit wurden hunderte Nutzer auf eine Seite von Abzockern umgeleitet — im Glauben, sie können dort offizielle Ozzy-Kunstwerke kaufen. Zeitweise soll die Zahl jener Personen, die sich auf der Fake-Seite registriert hatten, 1300 betragen haben.

Fans verloren viel Geld

Damit aber nicht genug: Anscheinend wurden so etliche Personen um ihr Geld geprellt! Eine Person namens Tim Silman berichtet dem Magazin, dass er wegen diesem Scam 400 Dollar verloren habe. „Ich habe mindestens ein Dutzend Leute auf Twitter gesehen, die sich zu demselben Problem geäußert haben“, sagte er. „Wenn man sich die Transaktionen auf Etherscan ansieht, haben andere viel mehr verloren als ich“, erklärt er.

Firma reagierte nicht

Silman versuchte, CryptoBatz zu benachrichtigen und von dem Faux-pas in Kenntnis zu setzen. Leider ohne Erfolg: die Firma reagierte zunächst nicht. Erst als „The Verge“ sich mit ihnen in Verbindung setzte, wurde der falsche Link aus allen Beiträgen entfernt. Die mitverantwortliche Firma Sutter Systems erklärte in einem Statement: “„Obwohl es uns sehr leid tut, dass Menschen diesem Betrug zum Opfer gefallen sind, können wir keine Verantwortung für die Handlungen von Betrügern übernehmen, die Discord ausnutzen – eine Plattform, über die wir absolut keine Kontrolle haben“. Ozzy selbst hat sich bislang dazu nicht geäußert.