Philosoph Precht: Pandemie lehrt das Verzichten

Richard David Precht 2018 auf der Internetkonferenz re:publica.
Richard David Precht 2018 auf der Internetkonferenz re:publica.

Britta Pedersen/zb/dpa

29.03.2021 16:37 Uhr

Weniger Reisen, kaum noch Begegnungen: Die Pandemie verlangt den Menschen einiges ab. Vielleicht könnte dieser Verzicht, so der Philosoph Richard David Prechtl, auch etwas Gutes haben.

Der Philosoph Richard David Precht (56) sieht in der Coronavirus-Pandemie auch ein Einüben aufs Verzichten. Er erklärte, dass „die Pandemie ja Pillepalle ist zu dem, was auf die Menschen durch die Klimakatastrophe zukommt“.

Sie sei nicht zuletzt eine Einübung aufs Verzichten. „Und ohne das werden wir die Klimakatastrophe nicht verhindern können“, sagte der 56-Jährige der „Rheinischen Post“. Er meinte, staatliche Maßnahmen seien keine Frage von persönlichen Meinungen – es sei denn, sie verstießen gegen die Menschenwürde. „Und das ist beim zeitweiligen Maskentragen oder beim Einschränken von Begegnungen definitiv nicht der Fall“, sagte Precht.