Punk-Sängerin Brody Dalle: Schlammschlacht mit Josh Homme geht weiter

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 23.11.2021, 21:30 Uhr

IMAGO / Gonzales Photo / Terje Dokken

Gefälschte Unterschriften, grobe Verabsäumnisse und Anschuldigungen: Der Rosenkrieg zwischen den bekannten Rockmusikern Brody Dalle und Josh Homme nimmt kein Ende.

The-Distillers-Frontfrau Brody Dalle (42) und Josh Homme (48, Mastermind der Band Queens of the Stone Age) waren eines der absoluten Traumpaare der modernen Rockmusik — bis die Ehe scheiterte und die Scheidung in eine wahre Schlammschlacht ausartete. Die geht vor Gericht nun munter weiter — mit einigen Rückschlägen für Dalle. Der zuständige Richter ,  Lawrence Riff, wirft der Sängerin und ihrem neuen Lebensgefährten mehrere Vergehen vor — gibt ihr in anderen Punkten aber auch Recht.

Besuchsrecht verweigert

Wie aus einem Bericht des US-amerikanischen Musikmagazins „Rolling Stone“ hervorgeht, verweigerte Dalle ihrem Ex das richterlich angeordnete Besuchsrecht für eines der gemeinsamen Kinder, Sohn Wolf (5). Vom Vorwurf einer ähnlichen Verfügung im Namen des älteren Sohnes des Ex-Paares, Ryder (10), wurde Dalle aber freigesprochen: Dieser habe von sich aus entschieden, seinen Vater nicht sehen zu wollen. Homme warf Dalle außerdem vor, eine strafrechtliche Missachtung begangen zu haben, indem sie ihm Videoanrufe mit den Kindern verweigert habe. Da die Kinder laut Dalles Berichten Hommes Nummer von sich aus geblockt hätten, trifft sie laut dem Richter auch hier keine Schuld.

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Gefälschte Unterschrift

Das Gericht hatte im September 2021 eine einstweilige Verfügung gegen Homme zurückgewiesen, die im Namen seiner beiden Söhne gestellt worden war. Wie nun bekannt wurde, war Brody bei jenem Gerichtstermin gar nicht anwesend — ihre Tochter Camille (15) sei mit Dalles neuem Lebensgefährten Gunner Foxx angereist. Sie selbst bestätigte, dass die Unterschrift auf dem Gerichtsdokument gar nicht ihre sei und somit gefälscht wurde. Ihre Tochter identifizierte die Handschrift jedoch als die von Foxx. Dalle selbst habe die einstweilige Verfügung nicht autorisiert, habe aber gegenüber Foxx diesbezüglich aber auch kein Veto eingelegt. Eine weitere einstweilige Verfügung, die Camille gegenüber ihrem Vater beantragt hatte, bleibt indes weiterhin aufrecht.

 

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Vorwürfe gegenüber Josh Homme

Josh Homme wird von seiner Familie vorgeworfen, sowohl körperlich als auch verbal gewalttätig gewesen zu sein und außerdem Dalles Lebensgefährten bedroht zu haben. Beim Gerichtsverfahren am Freitag beklagte sich Homme gegenüber dem Richter, seinen Sohn seit August nicht gesehen zu haben, obwohl er sich an alle Auflagen gehalten habe. Dieser äußerte Verständnis für Hommes Enttäuschung und gab den beiden Eltern einen Ratschlag: „Sie müssen sich wirklich darauf konzentrieren, wie Sie in diesem zerrütteten Umfeld gemeinsam Eltern werden können. Und Sie werden Hilfe brauchen. Sie werden Dritte brauchen, die sich einmischen. Wenn Sie das schaffen, werden Sie diese Familie heilen können. Aber ein Verfahren wegen Missachtung und eine einstweilige Verfügung gegen häusliche Gewalt ist wahrscheinlich nicht die Lösung.“