Schauspielerin Ilse Neubauer fehlt das „Star-Gen“

Ilse Neubauer, bayerische Volksschauspielerin, lächelt vor der Verleihung des Bayerischen Poetentalers im Künstlerhaus.
Ilse Neubauer, bayerische Volksschauspielerin, lächelt vor der Verleihung des Bayerischen Poetentalers im Künstlerhaus.

picture alliance / Ursula Düren/dpa

19.06.2021 13:26 Uhr

Im neuen „Polizeiruf“ wird Ilse Neubauer ihre Präsenz unter Beweis stellen. Dabei habe sie auch die Gabe, sich in der Öffentlichkeit „unsichtbar zu machen“, erzählt die Schauspielerin.

Der bayerischen Volksschauspielerin Ilse Neubauer (78/„Münchner Geschichten“) fehlt nach eigenen Angaben das „Star-Gen“. Sie habe die Gabe, „mich in der Öffentlichkeit unsichtbar zu machen“ und „nicht so das Star-Gen, sagte sie der „Mediengruppe Münchner Merkur tz“.

„In den knapp 60 Jahren, die ich jetzt schon spiele, habe ich meine Karriere nicht geplant. Auch Agenten oder einen PR-Berater hatte ich nie.“

Neubauer ist an diesem Sonntag im neuen „Polizeiruf“ aus München an der Seite von Verena Altenberger in der Episode „Frau Schrödingers Katze“ zu sehen.

„Jeder Schauspieler glaubt, dass er besser wird mit dem Alter. Aber manchmal schaue ich alte Filme von mir an, und dann sehe ich, dass ich etwas verloren habe: so eine gewisse Unschuld. Man gewinnt im Leben dazu und verliert auch manches“, sagte Neubauer.

Sie liebe es immer noch, zu drehen – „aber nicht um jeden Preis“, betonte sie. „Wenn man mir heute böse oder respektlos kommt, dann gehe ich. Das wäre früher nicht möglich gewesen. Da war ich jung, alleinerziehend und brauchte das Geld.“

Sie wünscht sich Rollen, in denen alte Menschen die gleichen Eigenschaften haben können wie junge: „Die dürfen frech, mutig, verliebt, hinterhältig oder biestig sein. Hauptsache, sie werden nicht nur auf ihr Alter reduziert.“