Exklusiv„Sex Tape V.I.P.“: Im Bett mit Julian F.M. Stoeckel – das Interview

Julian F.M. Stoeckel
Julian F.M. Stoeckel

IMAGO / Gartner

Paul VerhobenPaul Verhoben | 28.08.2022, 20:00 Uhr

Julian F.M. Stoeckel hat sämtliche Formate abgearbeitet, die es in der Reality-TV-Branche zu bespielen gibt. Nun zeigt er sich in der Show „Sex Tape V.I.P.” von (s)einer privaten Seite.

Das neue Sozialexperiment „Sex Tape V.I.P.” ist seit 25. August 2022 auf discovery+ zu sehen. Mit dabei sind u. a. Reality-TV-Star Natalia Osada und Ehemann Jiorgos Triadis, Tattoo-Model und Reality-TV-StarKate Merlan mit Ehemann, Fußballer Jakub Jarecki, Sänger und Reality-TV-Star Ennesto Monté mit seiner neuen Freundin Marry. Ferner „Big Brother“-Star Patrick Müller (Patjabbers) und Freund Sebastian Rosmus. Und Schauspieler und Tausendsassa Julian F. M. Stoeckel mit Partner Marcell Damaschke.

Interessiert an neuen Impulsen für eine glücklichere und erfülltere Beziehung bringt jedes Promi-Paar ein Sex Tape mit, über das in der Gruppe vor den TV-Kameras gesprochen wird. Die Auswertung und der Austausch in der Gruppe sollen neue Sichtweisen eröffnen und das Thema Sex enttabuisieren. Die selbstgedrehten Tapes zeigen angeblich die intimsten Momente der Paare, die vor, während und nach dem Sex passieren.

Durch die Show führt die redegewandte Natascha Ochsenknecht, die mit dieser Show vielleicht auf dem Weg ist zur neuen Erika Berger?

Natascha Ochsenknecht Sex Tape V.I.P.

Warner Bros. Discovery

Julian F.M. Stoeckel im Intim-Interview

Einer der herausragenden, weil schillerndsten Figuren, in der Discovery-Offenbarungs-Gemeinschaft ist Julian F.M. Stoeckel. Mit seinem losen, aber wohl überlegten Mundwerk hat er sich in der Reality-TV-Branche nach vorn gearbeitet.

„Die Stoeckeln“, wie er/sie gerne genannt wird,  hat sämtliche Formate abgearbeitet, die es in dieser Liga zu bespielen gibt. Immer jedoch ohne sich als Figur etablieren zu wollen, die ein paar Aufreger-Geschichtchen mitbringen, um in diesen extrem seichten Unterhaltungs-Gewässerchen in Erinnerung zu bleiben. Sondern er baute sich vor allem als ein Erklärer und Kommentator in diesem Reality-TV-Zirkus auf – immer amüsiert darüber wer und wie viele sich so wichtig nehmen in diesen Trallala-Manegen.

Im Gegensatz zu Oliver Pocher („Bildschirmkontrolle“) geht Stoeckel da nie unter die Gürtellinie oder ist gar verletzend. Nun ist der 35-Jährige also in einer Show mit einem „privaten Sex-Tape“. Was soll das? Ein Wendepunkt in der Karriere? Wir mussten nachhaken.

Julian F.M. Stoeckel
Ausriß aus "Der Spiegel" 26/22

@ Spiegel

Sie wären „gerne berühmt“, haben Sie jüngst dem „Spiegel“ erzählt. Nehmen Sie deshalb auch an dieser Show teil?
Haben Sie das „Spiegel“-Porträt überhaupt gelesen? Leider haben Sie das Zitat vollkommen aus dem Kontext gerissen! Das Zitat bezog sich auf meine Anfangszeit beim Film, wo ich als 18-Jähriger (!) den Wunsch hatte „berühmt zu werden“. Nun bin ich es oder wollten Sie das bestreiten? (lacht laut)

Was passiert bei Julian F.M. Stoeckel im Bett, was bei anderen nicht passiert?
Das kann ich Ihnen leider nicht beantworten, weil ich nicht weiß, was die anderen im Bett machen.

Wir lesen in der Pressemitteilung etwas von die Kandidaten hätten sich auch „vor, während und nach dem Sex gefilmt“. Wie müssen wir uns das vorstellen?
Das kann sein, dass das einige Kandidaten gemacht haben, allerdings habe ich nicht alle Videos gesehen.

Warum glauben Sie, sollten potenzielle Zuschauer sowas sehen wollen?
Das Format „Sex Tape V.I.P.“ dreht sich nicht ausschließlich um den körperlichen Akt, sondern um die Themen Liebe, Beziehung, Glück etc. Jedes Pärchen durfte vollkommen frei entscheiden, was sie in der Zeit filmen. Und die Themen waren nicht reduziert auf „Sex“. Also anschauen lohnt sich! (lacht)

Julian F.M. Stoeckel
"Die Stoeckeln" und Herr Damaschke

Warner Bros. Discovery

Was halten Sie von der These, dass manche Kandidaten besser auf die Psychiater-Couch gehören statt in eine Entblößungsrunde im Fernsehen?
Ohhh … Ich bin kein Psychiater und kann das, glaube ich, medizinisch nicht einordnen. Darüber hinaus kann, glaube ich, niemand die Beziehungsmodelle anderer Menschen beurteilen oder verurteilen. Ich toleriere und akzeptiere jede Art von Beziehung und Beziehungsmodell.

Kolumnistin und Wortakrobatin Anja Rützel nennt Sie einen „Conférencier“ oder „Kommentierer“, was den berühmten Nagel ja durchaus auf den Kopf trifft – gerade in einer Zeit wo die Kommentatoren mit Reaction-Videos immer mehr selbst zu Stars im Netz werden. Mit dieser Job-Description wären Sie ja falsch in „Sex Tape V.I.P.“ Oder?
Diese Frage ist soooooo deutsch! Das Problem der Presse ist, dass sie sich nicht vorstellen können, dass Künstler auch mehrere Optionen und Felder von Kunst bedienen können. Den Titel „Conférencier“ ist ein absolutes Kompliment und Anja Rützel hat einen der besten Artikel über mich und meine Person geschrieben, den ich jemals über mich gelesen habe. Aber vielleicht können Sie sich davon noch einiges abschauen und lernen!

Hätten Sie lieber mit Natascha Ochsenknecht getauscht?
Nein, warum sollte ich?

Was hat Sie in der Show am meisten geschockt, was am meisten amüsiert?
Ich bin kein Spießbürger und auch selten geschockt. Diese Show ist lustig, kurzweilig und teilweise unglaublich spannend, weil man in die Tiefen von Beziehungen und Menschen blicken kann und darf. Und der Zuschauer ist ja gerne dabei, wenn man mal durch das Schlüsselloch in das Leben der Stars blicken darf.



Was ist das Geheimnis unter ihrem Turban?
Eigentlich ist es kein Geheimnis! Ich hatte vor fast zehn Jahren eine Einzelhaartransplantation und weil ich die Zwischenschritte und das Wachsen der Haare der Öffentlichkeit nicht preisgeben wollte, habe ich nach einem modischen Accessoire gesucht mit Hilfe dessen ich diesen Prozess überbrücken konnte. Der Turban ist ein It-Piece vieler Schauspielerinnen der 60er Jahre gewesen und ich liebe diese Zeit und habe mich dessen bedient. Aus einem modischen Accessoire wurde so ein Wiedererkennungswert.

Gehen Sie eigentlich mit dem Ding ins Bett?
Natürlich – ich dusche auch damit!

Was sind Ihre nächsten Pläne – beruflich und privat?
Ich mache keine Pläne. Ich freue mich über all die Dinge, die passieren.