Wurden Verona Pooth und Familie schon lange vor dem Raub ausspioniert?

Isabell KilianIsabell Kilian | 29.12.2021, 11:46 Uhr
Wurden Verona Pooth und Familie schon lange vor dem Raub beobachtet?
Wurden Verona Pooth und Familie schon lange vor dem Raub beobachtet?

MAGO / Spöttel Picture

Na schöne Bescherung. Nicht! Denn Verona Pooth hatte an Heiligabend absolut nichts zu lachen: Sie wurde ausgeraubt.

Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Besinnlichkeit. Die dreisten Einbrecher, die an Heiligabend in die Villa von Moderatorin Verona Pooth einbrachen und große Beute machten, sahen das wohl anders. Nun ergeben die Ermittlungen offenbar Unfassbares: Die organisierte Verbrecher-Bande hat schon im Vorfeld ein Auge auf Familie und Haus geworfen…

Verona Pooths Villa ausgeräumt

Während alle Anderen an Heiligabend ein besinnliches und friedliches Fest mit der Familie feierten, hatte Verona Pooth (53) ein Horrorerlebnis: Eine Bande brach in Meerbusch (NRW) in ihre Villa ein und ergatterte trotz Alarmanlage Schmuck und Wertsachen im Wert von mehreren Hunderttausend Euro.

Anschließend flüchteten die Diebe mit dem großen Safe in Veronas Fiat 500, der vor dem Haus stand. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, doch der Schock sitzt noch Tage danach tief. Wie Verona gegenüber der „Bild“-Zeitung erzählt, verspüre sie aber überraschenderweise keinerlei Hass.

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Verona Pooth ist wütend!

Was sie stattdessen fühlt ist Empörung und Wut: Über WhatsApp meldeten sich Freunde und Bekannte bei Verona, die ihr berichteten, dass auch sie schon ausgeraubt wurden. „Noch nie wurde einer der Verbrecher geschnappt. Es macht mich wütend, dass diese organisierten Banden so vorgehen können“, erzählt sie.

Deutschland ist ihre Heimat und hier fühlt sie sich sicher. Eigentlich. „Doch wie kann es sein, dass täglich eingebrochen wird?“, fragt sich die Moderatorin etwas naiv.

Ermittler glauben an echte Berufskriminelle

Was Verona aber besonders aufregt, seien die viel zu niedrigen Strafen für Einbrecher. Ihr Weihnachtswunsch lautete deshalb: „Es ist halt so, dass man sich wünscht, dass die geschnappt werden. Allein schon, um diese Kette zu durchbrechen, damit diese Täter bei den organisierten Banden fehlen und andere Bandenmitglieder Angst bekommen“, erklärt sie.

Härtere Strafen sind für die 53-Jährige also das Mindeste, um potenzielle Nachahmer und Mittäter abzuschrecken und Verbrecher-Organisationen zu zerschlagen. Bewährungsstrafen, wie sie aktuell oft der Fall sind, seien natürlich nicht abschreckend – „und diese Quoten kennen diese Banden ja selbst bestens“, Verona weiter.

Ärgerlicherweise handelt es sich bei den Einbrechern nicht um kleine Langfinger von nebenan, sondern um echte Berufskriminelle, wie Landeschef Oliver Huth (42) vom Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) gegenüber der „Bild“-Zeitung verriet.

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Haus offenbar vorher ausspioniert

So sollen die Täter Villa und Umgebung im Vorfeld sogar genauestens erkundet haben, da sie wussten, von Überwachungsvideos gefilmt zu werden. Das war ihnen aber scheinbar völlig schnurz. Wie Huth erklärt, passe diese Einstellung zu der Annahme, dass es sich um eine organisierte, kriminelle Bande handeln könnte.

Aber nicht nur das – die Bande könnte außerdem Kenntnis darüber besessen haben, wie weit der Weg zu Veronas Schwiegereltern ist. „Sie verkleiden sich zum Beispiel als Paket- oder Pizzabote, kommen dadurch nah ans Haus und gucken sich das Alarmsystem an, finden Schwachstellen. Oder irgendjemand hat mehr Informationen über das Haus, als es den Eigentümern lieb ist“, erklärt er.

Gruselige Vorstellung! Aber wie Verona in ihrem letzten Instagram-Post klarstellt: „Es muss weitergehen“.