„The Matrix Resurrections“ wird auch in China zum fulminanten Kino-Flop

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 17.01.2022, 17:32 Uhr

IMAGO / ZUMA Wire / Budrul Chukrut

Das hat sich Keanu Reeves wohl anders vorgestellt: Nachdem „Matrix Resurrections“ in den USA floppte, bleibt der Film auch in China weiter unter den Erwartungen.

Es war für Fans der Sci-Fi-Saga „The Matrix“ eine großartige Überraschung, als für 2021 ein vierter Teil angekündigt wurde (und dann auch tatsächlich erschien). Wer aber an einen internationalen Kassenerfolg von „The Matrix Resurrections“ geglaubt hatte, wurde eines besseren belehrt — das zeigen nun auch die aktuellen Einspielergebnisse auf dem chinesischen Markt. Das ist umso bemerkenswerter, da die Mega-Produktion der einzige Hollywood-Film ist, der in China in nächster Zeit in die Kinos kommt.

Magere Ergebnisse an den Kassen

Ein guter Start sieht definitiv anders aus: Nur 7,5 Millionen Dollar (umgerechnet etwa 6,5 Millionen Euro) spielte „Matrix Resurrection“ an seinem Eröffnungswochende an den chinesischen Kinokassen ein. Eine äußerst enttäuschende Zahl für einen Film, de rin seiner Produktion über 190 Millionen Dollar gekostet hatte und auch an den US-Kassen schon unerwartet, aber fulminant gefloppt war. Wie das US-amerikanische Branchenblatt „The Hollywood Reporter“ berichtet, rechnet man nun mit Gesamteinspielergebnissen von nur 15 Millionen Euro in China.

Warum „The Matrix Resurrections“ in China floppt

Der Matrix-Flop dürfte in China von zwei Faktoren beeinflusst worden sein: Einerseits kursierte der Film bereits seit seinem US-Start beziehungsweise dem Streaming-Start auf HBO Max Ende Dezember 2021 als illegaler Download im Netz. Abgesehen von der Internet-Piraterie taten auch schlechte Kritiken von Filmgängern ihr Übriges. Auf Filmbewertungs- und Ticketplattformen wird „Matrix Ressurection“ nämlich nicht besonders hoch bewertet. Der Funke von Neo & Co. springt also nicht über, die Kassen bleiben leer.

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Wie man es auch dreht und wendet — Erfolg wird „The Matrix Resurrections“ keiner mehr. Die Produktionskosten sind bei weitem noch nicht mit Ticketverkäufen eingespielt, von 190 Millionen Dollar sind gerade mal 140 Millionen wieder drin. Auch die Streamingzahlen reißen das Ganze nicht raus: In den ersten fünf Tagen nach Veröffentlichung schauten 2,8 Millionen Haushalte den Film auf HBO Max. Das ist zwar nicht schlecht und ungefähr auf Augenhöhe mit „Wonder Woman 1984“ — liegt aber deutlich unter Filmen wie „Mortal Kombat“ (3,8 Millionen Haushalte)  oder „Godzilla vs. Kong“ (3,6 Millionen Haushalte).

Dass „The Matrix Resurrections“ nicht die gewünschten Einspielergebnisse liefert, kann auf mehrere Faktoren zurückzuführen sein. Einerseits sorgt die immer noch grassierende Covid-19-Pandemie dafür, dass die Kinos nicht so voll sind wie zu besseren Zeiten. Vielleicht ist der allseits immer so hochbeschworene Retro-Trend für einen „Matrix“-Blockbuster nicht ausgeprägt genug — jüngere Generationen kennen die Filmreihe nicht und hatten vielleicht auch keine Lust, sie kennenzulernen. Oder ist der Film einfach nicht so gut wie erhofft?