Montag, 1. April 2019 15:50 Uhr

Rapper Nipsey Hussle in Los Angeles erschossen

Mal wieder wird in den USA ein Rap-Star erschossen. Die Betroffenheit bei Fans und Musikerkollegen ist groß. In der Hip-Hop-Szene erinnert man sich an mehrere tödlichen Auseinandersetzungen seit den 90ern.

Rapper Nipsey Hussle in Los Angeles erschossen

Foto: Adriana M. Barraza/WENN.com

Der US-Rapper Nipsey Hussle ist auf einem Parkplatz in Los Angeles erschossen worden. Die Schüsse fielen vor einem Bekleidungsladen, dessen Mitbesitzer Hussle war, wie US-Medien am Montagmorgen unter Berufung auf die Polizei berichteten. Laut Ermittlern in Los Angeles wurden mindestens zwei weitere Menschen angeschossen. Ein Tatverdächtiger sei bislang nicht gefasst worden.

Prominente Musiker in den USA trauerten um den 33-Jährigen, der mit „Victory Lap“ bei den diesjährigen Grammy Awards für das beste Rap-Album nominiert gewesen war. „Er war so talentiert, so stolz auf seine Heimat, so engagiert in seiner Gemeinde. Komplett fassungslos, dass er so früh von uns gegangen ist“, twitterte etwa der Sänger John Legend in der Nacht zu Montag. Er habe erst vor einigen Tagen an einem Musikvideo mit Hussle gearbeitet.

Rapper Nipsey Hussle in Los Angeles erschossen

Ermittler des Los Angeles Police Department sichern Beweise aus dem Kleidungsgescäft des erschossenen Rappers Nipsey Hussle. Foto: Damian Dovarganes/AP

Immer wieder tödliche Auseinandersetzungen

„Das ergibt überhaupt keinen Sinn! Meine Seele ist erschüttert“, schrieb R&B-Superstar Rihanna. Weitere Künstler wie Pharrell Williams oder Iggy Azalea erinnerten traurig an Hussles Talent und Engagement.

In den USA kommt es immer wieder zu teils tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Rappern und deren Vertrauensleuten. Besonders prominent waren Tupac Shakur und Notorious B.I.G., die 1996 beziehungsweise 1997 erschossen wurden. Jam Master Jay von der Gruppe Run DMC wurde 2002 getötet, im vergangenen Juni traf es den Rapper XXXTentacion. Der Rapper 50 Cent überlebte 2000 einen bewaffnete Angriff vor dem Haus seiner Großmutter, bei dem er mehrfach getroffen wurde. (dpa/KT)

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