Freitag, 17. Januar 2020 18:24 Uhr

„Sturm der Liebe“: Ferdinand Schmidt-Modrow (34) gestorben

imago images / Mary Evans

Schauspieler Ferdinand Schmidt-Modrow war in der Rolle des Pfarrers Simon Brandl ein prägendes Gesicht in der Seifenoper ‚Dahoam is Dahoam‘ – nun verstarb der Darsteller im Alter von nur 34 Jahren. Bestätigt wurde dies am Freitag in München vom Fernsehdirektor des Bayerischen Rundfunks (BR), Reinhard Scolik.

Ein BR-Sprecher sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass die Familie dies dem Sender mitgeteilt hatte. Bereits am Mittwoch soll der Serien-Liebling völlig unerwartet gestorben sein. Angaben der Familie zufolge sei eine „nicht erkannte Vorerkrankung“ die Ursache für das plötzlich dahinscheiden des Bayern gewesen.

Quelle: instagram.com

Er hatte noch so vieles vor

Der junge Mann wirkte in zahlreichen Fernsehprojekten mit, unter anderem in der Telenovela ‚Sturm der Liebe‘ und dem Fernsehfilm ‚Falsche Siebziger‘. Seit 2007 spielte er in der Fernsehserie ‚Dahoam is Dahoam‘ den weltoffenen und modernen Pfarrer Simon Brandl. Weiterhin war er in mehreren Kinofilmen zu sehen, unter anderem an der Seite von Jürgen Vogel und Frederick Lau in ‚Die Welle‘.

Der blonde Darsteller wurde 1985 im bayerischen Aichach geboren. Seiner Agentur zufolge besuchte er von 2006 bis 2010 die neue Münchner Schauspielschule. Für seine Darbietung im Film ‚Beste Zeit‘ wurde er 2007 in der Kategorie ‚Bester Nachwuchsschauspieler‘ für den ‚Förderpreis Deutscher Film‘ nominiert.

„Mit seinem Facettenreichtum, seiner Sensibilität und seiner Energie hat er sich seine Rollen erobert und war auch menschlich ein Geschenk“, so Programmbereichsleiterin Spiel-Film-Serie des BR Bettina Ricklefs in einer Mitteilung. Vom Tod Ferdinand Schmidt-Modrows sei sie tief berührt und erschüttert.

Auch CSU-Landtagspräsidentin Ilse Aigner drückte ihre Betroffenheit zum Tod des jungen Schauspielers aus. Bei ihr und den Mitarbeitern des Landtags habe die Nachricht große Bestürzung ausgelöst. „Es macht uns fassungslos, wenn ein junger Mensch so plötzlich von uns gehen muss“, teilte sie mit. Für den Landtag habe der Schauspieler in viele Erklär-Videos mitgewirkt und darin Besuchern mit Charme und Witz die parlamentarischen Zusammenhänge näher gebracht. (dpa/KT)

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