10.04.2020 10:38 Uhr

„Tatort“-Darsteller Ernst-Georg Schwill gestorben

Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Tatort‚-Schauspieler Ernst-Georg Schwill ist am Donnerstag gestorben. Wie die Eulenspiegel-Verlagsgruppe mitteilte, starb der 81-jährige gegen 9 Uhr in einem Berliner Krankenhaus an den Folgen eines Herzinfarkts.

„Der kleine und immer berlinernde Schauspieler war sehr beliebt. Angehörige, Verlagsmitarbeiter, Leser und Fernsehzuschauer behalten ihn in guter Erinnerung“, schreibt der Verlag auf Facebook.

„Tatort"-Darsteller Ernst-Georg Schwill gestorben

Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Kleine Rollen mit Einsatz

In den Kommentaren des Postings nehmen viele Fans Abschied von dem Berliner Original. Ernst-Georg Schwill spielte zu DDR-Zeiten in zahlreichen Defa-Filmen mit, beispielsweise in ‚Berlin – Ecke Schönhauser‘. Nachdem die Mauer gefallen war, spielte er außerdem im ARD-‚Tatort‘ als Assistent Lutz Weber.

Unverkennbar war dabei immer seine Berliner Schnauze, die in dem Krimi stets für Lokalkolorit sorgte. Doch er konnte nicht nur Krimi, auch in Romanverfilmungen wie beispielsweise ‚Der Turm‘ nach Uwe Tellkamp spielte Schwill mit.

Seit 1954 stand Schwill in weit über 150 Filmen vor der Kamera, zumeist in starken Nebenrollen. (Siehe unten Trailer „Berlin – Ecke Schönhauser“, ab Minute 2:22). Bereits 2008 veröffentlichte „Ernste“, wie ihn Freunde nannten, seine Autobiografie „Is doch keene Frage nich“ im ‚Das Neue Berlin‘-Verlag. Darin schrieb er auch über seinen schwierigen Neustart nach der DDR. Es wurde klar, dass er sich auch für die kleinen Rollen nicht zu schade war und diese mit genauso großem Einsatz spielte, wie die ‚großen‘ Rollen – „Sie geben den Filmen die Würze“, so Schwill. (dpa/KT)