Freitag, 30. März 2018 15:29 Uhr

Ben Stiller: „Das Leben nicht nur an sich vorbeiziehen lassen“

Mit Filmen wie „Verrückt nach Mary“, „Nachts im Museum“ und „Die Royal Tenenbaums“ feierte Ben Stiller (52) Welterfolge. Auf die Frage, worauf es denn im Leben ankommt, wenn man glücklich sein will, hat er (k)eine Antwort.

Ben Stiller: "Das Leben nicht nur an sich vorbeiziehen lassen"

Foto: Rob Rich/WENN.com

Dazu sagt er dem „Lufthansa Magazin“: „Ich wünschte, ich hätte die Antwort. Mit dieser Frage beschäftigt sich doch jeder Mensch sein ganzes Leben lang, oder? Auf jeden Fall sollte man sich bemühen, sein Leben wirklich zu leben und nicht nur an sich vorbeiziehen zu lassen.“ An Momente der Unsicherheit erinnert sich Stiller sehr wohl: „Als Jugendlicher von zu Hause wegzugehen und auf sich allein gestellt zu sein hat mir durchaus ein mulmiges Gefühl bereitet. Doch ich bin diesen Erfahrungen nie ausgewichen. Genau das ist es doch, was Erwachsenwerden bedeutet. Wer sich seinen Ängsten stellt, reift als Persönlichkeit.“

„Im Zweifel glücklich“

In seinem neuen Film „Im Zweifel glücklich“ spielt Hollywoodstar Brad, einen Endvierziger in der Midlife-Crisis, und überzeugt in dieser Rolle – wie gewohnt – mit Humor und Tiefgang. Natürlich sprach der Schauspieler über die sanfte Komödie, die jetzt in den deutschen Kinos anläuft.

„An diesem Film hat mich fasziniert, dass er so genau hinsieht, dass er alle Höhen und Tiefen des Lebens auslotet.“ Einige Gedanken seiner Filmfigur Brad kann Stiller sehr gut nachvollziehen – auch er vergleicht sich häufig mit anderen: „Gerade im Filmgeschäft ist es kaum möglich, solche Gedanken abzustellen. Warum spiele ich diese Rolle nicht? Warum hat mein Film nicht so viele Zuschauer? So etwas gehört doch zur menschlichen Natur. Die Frage ist nur, wie man damit umgeht, wie nah man das an sich heranlässt.“

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