Samstag, 7. April 2018 16:50 Uhr

Bill Cosby: Prozess wird verschoben?

Eigentlich sollte Bill Cosbys Prozess um sexuelle Belästigung am kommenden Montag in eine neue Runde gehen. Gestern wurde das Ganze allerdings verschoben – und zwar, weil ein Geschworener bereits im Vorfeld geäußert hatte, dass er Cosby für schuldig halte.

Bill Cosby: Prozess wird verschoben?

Foto: Guillermo Proano/WENN.com

Angeblich hatte der Mann zu einer Gruppe potentieller anderer Geschworener den Satz „Cosby ist schuldig“ von sich gegeben. Das berichtet die die Website „RadarOnline“. Der Gerichtstermin am Montag wurde daraufhin angeblich abgesagt. Gerüchten zufolge will Cosbys Anwaltsteam nun eine neue Jury zusammenstellen lassen, da sie der Meinung sind, das gesamte Geschworenengremium wäre „kontaminiert“ – also voreingenommen bei der Urteilsfindung. Eine Bestätigung dafür gibt es noch nicht.

Richter voreingenommen?

Es ist bereits das zweite Mal, dass der Prozess verschoben wurde. Im Sommer 2017 war das erste Verfahren abgebrochen worden, weil sich die Jury nicht auf ein Urteil einigen konnte. Richter Steven O’Neill plante am 9. April über Cosbys Antrag auf Revision zu entscheiden. Zeitweise hatte O’Neill überlegt, den Fall abzugeben. Die Anwälte von Bill Cosby hatten ihm Voreingenommenheit vorgeworfen.

Seine Frau Deborah O’Neill ist Direktorin des Programms zur Behandlung und Prävention sexueller Traumata an der Universität von Pennsylvania. Cosbys Team bezichtigte sie einer Spende für eine Organisation, die mit einem Protest gegen den Schauspieler in Verbindung stehen soll. Nach mehreren Diskussionen entschied er sich dann, Richter in dem Prozess zu bleiben.

„Meine Frau und ich teilen die Liebe zueinander und unseren Familien, unseren Kindern und Enkeln. Was wir nicht teilen, sind einheitliche Ansichten über soziale, rechtliche und politische Fragen“, erklärte der Richter der Presse. (SV)

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