Samstag, 16. Dezember 2017 20:38 Uhr

Ein Vater klagt: „Selena Gomez macht mich krank!“

Schauspielerin und Produzentin Selena Gomez gab Anfang dieser Woche bekannt, dass die Dreharbeiten für die zweite Staffel der Erfolgs-Serie „Tote Mädchen lügen nicht“ („13 Reasons Why“) begonnen haben. Eigentlich herrschte bei der 25-Jährigen, den Darstellern der Serie und natürlich bei den Fans große Freude darüber, die nun aber getrübt wird.

Ein Vater klagt:  "Selena Gomez macht mich krank!"

Foto: Michael Wright/WENN.com

Ein Vater stellt sich jetzt öffentlich gegen Gomez und das Team – aus einem traurigen Grund. Seine Tochter beging Selbstmord, angeblich nach dem Anschauen der ersten Staffel. John Herndon würde sogar klagen gegen die „13 Reasons Why“-Macher, wenn er könnte. Er beschuldigt Gomez eines inakzeptables Verhaltens. Sie könne sich nicht schamloser verhalten. „Ich bin immer noch völlig angewidert“, erzählte Herndon der Website „Radar Online“. „Selena macht mich krank. Sie ist eine extrem gestörte Person, die denkt, dass diese Serie irgendeinen lehrhaften, sozialen Wert hat.“

Herndon und seine Frau fanden ihre 15-jährige Tochter Bella im April dieses Jahres – erhängt in ihrem Kleiderschrank. Offenbar lebte der Teenager zu diesem Zeitpunkt noch, sie wurde unverzüglich ins Krankenhaus gebracht und verstarb 10 Tage später.

Serie verantwortlich für Selbstmord?

Kurz nach Bellas Beerdigung erfuhr ihr Vater, dass seine Tochter die Netflix-Serie „gebingewachted“  hatte. Nun kämpft Herndon dafür, die Fortsetzung der Serie, die alle Quoten brach, zu verhindern. Er erzählte nach dem Tod seiner Tochter in verschiedenen Interviews, dass sie an Depressionen litt. Die Serie sei ein Auslöser dafür gewesen.

„Denkt daran, dass es draußen Jugendliche gibt, die sich an einem dunkleren Ort befinden. Das könnten eure Freunde, eure Geschwister sein“, so Herndon gegenüber US-Medien. „Selena Gomez und Netflix müssen verstehen, dass sie manche Menschen, die mit Depressionen zu kämpfen haben, mit der Serie zu einem falschen Zeitpunkt erwischen und damit einen Trigger-Effekt auslösen.“

„Tote Mädchen lügen nicht“ erregte bereits während der ersten Staffel großes Aufsehen. Es hagelte Kritik und negative Schlagzeilen. Die Serie würde Selbstmord und Mobbing verherrlichen – und Teenager zum Suizid animieren.

Herndon habe sich über Gomez‘ Website „selenagomez.com“ an die Schauspielerin und die Crew gewandt und sie gebeten, die zweite Staffel zu stoppen. „Ich habe sie um Unterstützung gebeten und darum, Netflix zu bitten aufzuhören. Doch es kam nie eine Antwort zurück.“ Auch auf E-Mails und Telefonanrufe habe niemand reagiert.

Heuchlerisches Verhalten von Netflix?

Herndon bezeichnet Gomez und auch das Netflix-Unternehmen als „heuchlerisch“. Der beliebte Streaming-Dienst habe zwar Kevin Spacey nach sexuellen Missbrauchsvorwürfen gegen ihn gefeuert, doch „13 Reasons Why“ würde einfach weitergehen. „Sie haben diese Entscheidung getroffen, um sich als sozial verantwortliches Unternehmen zu positionieren. Aber sie lassen ein Produkt entstehen, dass zeigt, wie Menschen verletzt werden und sich selbst verletzen können.“ Inzwischen habe er alle Hoffnung verloren, dass die neuen Folgen Teenager davon abhalten könnten, sich was anzutun. „Wie viele Menschen müssen noch verletzt werden, bevor jemand aufsteht und sagt: ´Das ist falsch´“, fleht der verzweifelte Vater gegenüber „Radar Online“.

Egal wie viel Zeit vergehen würde, Herndon und seine Frau würden die Folgen, die zum Tod ihrer Tochter führten, immer wieder durchleben müssen. Ein Milliarden Dollar-Unternehmen wie Netflix zu verklagen, sei aber momentan nicht in seinem Sinne, außer es würden ihn noch mehr Menschen dabei unterstützen. „Ich würde dann jeden – Selena, Netflix, den Regisseur und Drehbuchautor – vor Gericht zerren. Ich würde es sofort tun.“ (SV)

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