Freitag, 24. Mai 2019 13:40 Uhr

Harvey Weinstein zahlt 44 Millionen Entschädigung an Opfer

Dem in Ungnade gefallenen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein werfen seit 2017 mehr als achtzig Frauen vor, sexuell übergriffig geworden zu sein. Seitdem sind über 15 Klagen eingereicht worden. Doch nun soll sich der ehemalige Hollywood-Star mit den Opfern vorläufig geeinigt haben und ihnen umgerechnet rund 39,4 Millionen Euro gezahlt haben, wie das ‚Wall Street Journal‘ berichtet.

Harvey Weinstein zahlt 44 Millionen Entschädigung an Opfer

Foto: John Rainford/WENN.com

Allerdings sei der Deal bisher nicht unterzeichnet worden und betreffe nur die Zivilverfahren, nicht aber die Strafverfahren gegen den Film-Mogul. Zudem drohe ihm auch weiterhin bei Verurteilung eine lebenslange Haftstrafe. „Wir haben jetzt grundsätzlich eine wirtschaftliche Einigung, die von den Klägern, der Staatsanwaltschaft, der Verteidigung und den Versicherungen unterstützt wird“, teilte Adam Harris, Anwalt von Weinsteins Bruder und Filmstudio-Mitgründer Bob, dem TV-Sender CNN zufolge einem Gericht in Wilmington im US-Bundesstaat Delaware mit.

Das Geld würde übrigens nicht von Harvey Weinstein selbst, sondern von Versicherungen kommen.

Eine der Klägerinnen ist unter anderem Rose McGowan, die Weinstein vorwirft, 1997 von ihm in ihrem Hotelzimmer vergewaltigt worden zu sein.

Das sagt eins seiner Opfer

„Letztes Jahr um diese Zeit ging es mir wirklich nicht gut. Dass ich das Buch [‚Brave‘] geschrieben habe, bedeutete, alles noch einmal zu durchleben, und ich hatte das Gefühl, dass um mich herum überall Geister wären. Alle haben mich in Interviews nach dem Hotelzimmer-Vorfall gefragt. Jede Frage war erneut traumatisierend“, erklärte die Darstellerin vor einigen Monaten im Gespräch mit dem ‚Stella‘-Magazin.

Auch die Geschichten der Frauen, die sich mit Vertrauen an sie wandten, seien belastend gewesen. „Es ist eine Menge, wenn man ein Behälter für all den Schmerz ist. Aber ich ehre ihre Geschichten, weil es oft das erste Mal ist, dass sie jemandem davon erzählen. Ich glaube, es hat mich definitiv Jahre meines Lebens gekostet. Mein Gehirn und meine Stärke waren ernsthaft ausgelaugt.“ (KT/dpa)

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