Donnerstag, 13. September 2018 10:29 Uhr

Javier Bardem: „So werden mit einem Fingerschnippen Karrieren ausgelöscht“

Foto: Oscar Gonzalez/WENN.com

In Hollywood geriet Javier Bardem kürzlich in die Schlagzeilen, als er Woody Allen verteidigte. Gegenüber dem Magazin erklärt Bardem nun seine eindeutige Haltung.

Javier Bardem: "So werden mit einem Fingerschnippen Karrieren ausgelöscht"

Foto: Oscar Gonzalez/WENN.com

„Ich würde jederzeit wieder mit ihm arbeiten – bis zu dem Punkt, an dem jemand etwas Fundiertes gegen ihn hervorbringt und ein Gericht ihn verurteilt.“ Die #metoo-Debatte hält der spanische Schauspieler für eine sinnvolle Bewegung, dennoch warnt er davor, vorschnelle Urteile zu fällen: „In der hitzigen Anfangsphase entwickelte sich eine gefährliche Dynamik. Da wurde jeden Tag mit dem Finger auf fünf, sechs, sieben Leute gezeigt, die des Missbrauchs beschuldigt wurden. Schon stehen ihre Namen in der Zeitung – und sie gelten öffentlich als schuldig, bevor sie sich überhaupt verteidigen können.“

Bardem sagte weiter: „Mit solchen Vorverurteilungen werden ganze Karrieren mit einem Fingerschnippen ausgelöscht.“ Für ihn gilt: „Das ist alles furchtbar, wenn es wahr ist. Aber die Wahrheitsfindung ist Sache der Gerichte.“

Viele wurden verrückt

Spätestens seit seiner Rolle als Auftragsmörder in „No Country for Old Men“, die ihm 2008 den Oscar einbrachte, gehört der spanische Filmstar zu den gefragtesten Schauspielern seiner Generation. Im Interview mit GQ sprach Bardem über die schmale Gratwanderung zwischen Erfolg und Misserfolg: „Viele von den Talentiertesten, die ich kenne, wurden verrückt, ängstlich oder haben getrunken und Drogen genommen. Sie konnten die Enge nicht ertragen, in die sie sich einfügen mussten. Die Seele eines Künstlers ist immer in Bewegung und fühlt sich meist wie Chaos an.“

Das könnte Euch auch interessieren

OK

Hinweis: Durch Nutzung von klatsch-tratsch.de stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu. Mehr erfahren