30.03.2020 22:27 Uhr

John Lennon: Sohn Julian spricht über das schwierige Verhältnis

imago images / ZUMA/Keystone

Julian Lennon spricht über sein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater. Der Beatles-Star ließ sich 1968 von seiner damaligen Frau Cynthia scheiden, um mit seiner großen Liebe Yoko Ono zusammen zu sein. Ein schwerer Schock für seinen kleinen Sohn. “

Plötzlich war mein Vater sprichwörtlich spurlos verschwunden. Zumindest fühlte es sich für mich so an“, gesteht der heute 56-Jährige. „Er und Yoko Ono waren tief und öffentlich verliebt. Und ich hatte das Gefühl, als ob meine Mutter und ich plötzlich ausrangiert waren.” Die Beziehung zu seinem Vater war zeitlebens belastet. „Es vergingen zehn Jahre, in denen mein Vater und ich kaum miteinander redeten. Ich war sehr wütend darüber, wie er die Familie verlassen hatte“, berichtet Julian im Gespräch mit dem ‚Observer‘-Magazin.

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Julian Lennon (@julespicturepalace) am Mär 27, 2020 um 6:13 PDT

Er versucht nicht sauer zu sein

Nur dank seiner Mutter hätten sich Vater und Sohn wieder angenähert. „Sie war eine so sanfte Seele, in keinster Weise rachsüchtig. Sie wollte stets, dass ich eine Beziehung zu ihm hatte.” Der Musiker tue sein Bestes, um keinen Groll gegenüber John Lennon zu hegen.

„Ich versuche, Vergebung und Verständnis zu fühlen angesichts der schwierigen Zeiten, die meine Mutter und ich wegen ihm durchgemacht haben. Ich habe sie mehr als alles andere geliebt und kann nicht vergessen, wie schlecht er sie behandelt hat“, gesteht er. Erst kurz vor seinem Tod näherte sich der ‚Imagine‘-Star seiner Familie wieder an. „Unser Verhältnis wurde besser, bevor er starb. Ihm ging es besser. Er suchte den Kontakt, nicht nur zu mir, sondern auch zum Rest der Familie. Aber er bekam nie die Chance dazu.“