27.05.2020 19:31 Uhr

Madonna und Co. empört über Horror-Polizeigewalt gegen wehrlosen Schwarzen

imago images / China Foto Press

Ein erschreckendes Video, aufgenommen in der US-amerikanischen Stadt Minneapolis, geht gerade um die Welt. Darin sieht man einen Polizeibeamten, wie er mit seinem gesamten Körpergewicht auf einem Mann kniet und ihm mit seinem Knie die Luft solange abdrückt bis er bewusstlos wird.

Vier Polizeibeamte waren laut Medienberichten zu einem Einsatz in Minneapolis gerufen worden. George Floyd saß während des Einsatzes in seinem Auto und ähnelte optisch dem tatverdächtigen Mann, weswegen ihn die Polizisten baten, aus dem Auto zu steigen. Der Bitte folgte er freiwillig. Danach wird er von einem der Beamten auf den Boden gedrückt, minutenlang drückt er ihm sein Kniein den Hals. Immer wieder winselt Floyd: „Bitte, bitte, bitte, ich kann nicht atmen.“ Passanten weisen den Polizisten daraufhin, dass der Mann keine Luft mehr bekomet, doch der Cop lässt einfach nicht von ihm ab.

Minutenlanger Todeskampf

George Floyd (46) ist Afroamerikaner, der Polizeibeamte von weißer Hautfarbe. Nach rund sieben Minuten verliert Floyd das Bewusstsein und auch von Passanten gerufene Sanitäter können den Mann nicht mehr retten. Er stirbt kurze Zeit später im Krankenhaus.

Das Video von Georges Todeskampf verbreitete sich rasend schnell in den sozialen Netzwerken und auch Stars wie Madonna sind empört über diesen offensichtlichen Rassismus.

Das sagen die Stars

Madonna teilte das rund 10 Minuten lange Video und schrieb dazu: „Zu beobachten, wie dieser Cop George Floyd mit seinem Knie im Nacken erstickt, mit Handschellen gefesselt, der mit dem Gesicht auf dem Boden liegt und um sein Leben weint, ist das schlimmste und herzzerreißendste, was ich seit langem gesehen habe. Dieser Offizier wusste, dass er gefilmt wurde und ermordete ihn mit Arroganz und Stolz.“

Und weiter: „Das muss aufhören. Bis wir den Rassismus in Amerika überwinden, sollte niemand eine Waffe trage. Gott soll dich segnen George Floyd. Es tut mir so Leid für dich und deine Familie.“

Auch Justin Bieber ist einer von vielen, der sich auf Instagram äußert: „Das muss aufhören! Das macht mich absolut krank, es macht mich wütend, dass dieser Mann gestorben ist. Es macht mich traurig. Rassismus ist böse! Wir müssen unsere Stimme nutzen! Bitte Leute. Es tut mir leid, George Floyd.”

In Amerika ist das Schicksal von George Floyd leider kein Einzelfall. Die vier Beamten aus dem aktuellen Fall wurden von der Stadt Minneapolis bereits aus ihrem Amt entlassen. Der Bürgermeister der Stadt, Jacob Frey, erklärt in amerikanischen Medien: „Es sollte in Amerika kein Todesurteil sein, schwarz zu sein.“ Der Fall soll nun vom FBI untersucht werden.

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