Mittwoch, 31. Januar 2018 18:34 Uhr

Melania Trump: Was bedeutet denn das hier schon wieder?

Grau-schwarz war die vorherrschende Farbe im Kapitol in Washington, wo Donald Trump seine Rede „Zur Lage der Nation“ hielt. Die Show stahl ihm aber die First Lady.

Ihr Ehemann versuchte 80 Minuten lang, die Lage der amerikanischen Nation in überzeugende Worte zu fassen. Den Gesprächsstoff des Abends lieferte seine Ehefrau Melania. Als ehemaliges Model durchaus über die Wirkung von Farbeffekten informiert, schritt die 47-Jährige in einem weißen Hosenanzug durch ein Spalier grau-schwarzer Anzugträger ins Kapitol – ausgeleuchtet von Hunderten Blitzlichtern und Kamerascheinwerfern der Journalisten.

Sekunden nach dem Einmarsch tauchte in Sozialen Netzwerken die Frage auf: „War das ein Statement?“ Die wohl akzentuierte Aussage einer schönen Frau und Mutter etwa, die gerade die Berichterstattung über eine angebliche Affäre ihres Ehemannes mit einer Pornodarstellerin ertragen muss?

Imitiert sie Hillary Clinton?

Wollte die First Lady, die einst eine Wahlkampfrede ihrer „Amtsvorgängerin“ Michelle Obama fast 1:1 kopierte, nun auch die Klamotte von Wahlverliererin Hillary Clinton nachahmen, getragen etwa auf ihrem Nominierungsparteitag in Philadelphia? Dachte Melania Trump beim Ankleiden an die Suffragetten-Bewegung, die ganz in Weiß das Wahlrecht für Frauen eingefordert hatten?

Oder war es doch einfach nur ein weißer Hosenanzug? Flog sie am Wochenende vielleicht sogar nur deswegen solo ins sonnige Florida statt mit Ehemann ins winterliche Davos, um ihren Teint aufzufrischen und den Farbkontrast zum weißen Gewand noch trefflicher zu betonen? Fragen über Fragen.

Ehekrise bei den Trumps?

Die US-Boulevardmedien eiferten noch in der Nacht zum Mittwoch danach, der Wahrheit möglichst nahe zu kommen. Late-Night-Shows zeigten Bilder, die auf eine Ehekrise hindeuten sollen. Wie das Trump-Lager dem Präsidenten frenetisch zujubelt, während Melania so ernst und gelangweilt klatscht, als müsste sie gerade einem Staubsaugervertreter für dessen misslungene Werbeshow applaudieren.

Eine zentrale Stellung bei der Wahrheitsfindung nimmt eine gewisse Stormy Daniels alias Stephanie Clifford ein. Die Porno-Queen soll 2006 etwas mit Donald Trump gehabt haben. Mal dementiert sie, mal lässt sie die Fragen offen, wie am Dienstagabend bei Late-Night-Talker Jimmy Kimmel. „Wenn es nach dem Internet geht, bin ich ein Mann und arbeite für das FBI“, sagte sie. Viel besser hätte sie das Niveau der Diskussion nicht beschreiben können. (dpa)

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