Samstag, 19. Mai 2018 10:24 Uhr

Royale Traumhochzeit: Harry und Meghan sagen „Ich will“

Wer Hochzeiten und die britischen Royals mag, hat heute einen Pflicht-Termin. Prinz Harry, lange als Rebell und Sorgenkind im Hause Windsor bekannt, heiratet seine Meghan. Der Tag ist minuziös durchgeplant – aber längst nicht alles ist bekannt.

Jawort vor 600 Gästen, Kutschfahrt zwischen mehr als 100.000 Schaulustigen, Millionen vor den Fernsehern: Die Hochzeit von Prinz Harry (33) und Meghan Markle (36) an diesem Samstag begeistert Royal-Fans rund um den Globus.

Windsor im Ausnahmezustand

Zum Zeitplan: Um 13 Uhr deutscher Zeit beginnt der Gottesdienst auf Schloss Windsor westlich von London, eine gute Stunde später zeigen sich der sechste der britischen Thronfolge und die ehemalige US-Schauspielerin in einer offenen Kutsche im Freien. Die kleine Stadt ist seit Tagen im Ausnahmezustand. Auch in London feiern Tausende das Paar beim Public Viewing und auf Partys.

Die Nacht vor der Hochzeit wollten die Brautleute in Hotels verbringen – Meghan mit ihrer Mutter nördlich von Windsor, Prinz Harry mit seinem Bruder und Trauzeugen Prinz William (35) südlich der Stadt. Etwa 20 Minuten vor Beginn des Traugottesdienstes werden Harry und William auf Schloss Windsor erwartet. Meghan kommt erst unmittelbar vor Beginn an der St.-Georgs-Kapelle im Schloss an.

Unter den Gästen werden Königin Elizabeth II. (92) und ihr Mann Prinz Philip (96) sein – ihre Ankunft in der Kirche ist im Programmheft für exakt 12.52 Uhr angekündigt. Neben bekannten und weniger bekannten Mitgliedern des britischen Königshauses werden auch einige frühere Kollegen von Meghan das Brautpaar feiern. Sie haben gemeinsam in der US-Anwaltsserie „Suits“ gespielt, die Meghan international bekannt gemacht hat. Nach der Verlobung mit Harry hatte sie angekündigt, den Schauspielberuf aufzugeben. Insider rechnen auch mit Stars wie Musiker Elton John, der mit Harrys verstorbener Mutter Diana befreundet war, sowie David und Victoria Beckham.

Meghans Vater musste absagen

Nicht dabei ist Meghans Vater Thomas Markle. Er musste sich einer Herz-OP unterziehen. Zuvor hatte es reichlich Wirbel um den 73-Jährigen gegeben, unter anderem hatte er gegen Geld für gestellte Paparazzi-Fotos posiert. Zum Altar schreitet die Braut daher am Arm ihres künftigen Schwiegervaters, Prinz Charles (69).

Der Gottesdienst mischt Tradition mit ein wenig Moderne. Laut Programm wird ein Gospelchor unmittelbar vor den Eheversprechen den 60er-Jahre-Hit „Stand by me“ des 2015 gestorbenen US-Musikers Ben E. King singen. Meghan wird ihrem Bräutigam keinen „Gehorsam“ versprechen, die Trauung wird in einem nicht allzu altertümlichen Englisch abgehalten.

Auch wenn sich einer Umfrage zufolge rund die Hälfte der Briten aus der „Royal Wedding“ gar nichts macht – das Geschäft mit dem Brautpaar läuft prächtig. Vor allem Becher mit Motiven der beiden seien beliebt, berichten Souvenirverkäufer in Windsor. Aber auch Geschirrtücher, Fahnen, Keksdosen, Tee und noch viel mehr haben sie als Hochzeits-Edition im Angebot.

Das Gedränge in der Kleinstand Windsor war schon am Vorabend der Hochzeit riesig, als die Prinzen Harry und William überraschend auf der Straße Hände schüttelten und für Selfies posierten. Am Samstag dürfte überhaupt kein Durchkommen mehr sein. Schwer bewaffnete Polizisten und große Straßensperren sollen für Sicherheit sorgen. Mehr als hundert freiwillige „Botschafter“, die sich vor Ort auskennen und über Kopfhörer stets über den Stand der Dinge informiert werden, stehen Besuchern mit Hinweisen zur Seite.

Es dringt nichts nach außen

Wie das Paar nach der Trauung feiert, wird die Öffentlichkeit voraussichtlich nur durch Augenzeugenberichte erfahren – die Party findet ohne Presse statt. Gegen 20 Uhr deutscher Zeit dürfte es nochmals frische Bilder von Harry und Meghan geben. Dann verlassen die beiden Schloss Windsor, um am Abendempfang von Harrys Vater Charles im Frogmore House ganz in der Nähe teilzunehmen. Wann und wohin sie in die Flitterwochen verschwinden, hält der Palast geheim. (dpa)

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