Mittwoch, 2. Mai 2018 18:10 Uhr

Sarah Alles steht in London auf der Bühne

Wir kennen die Schauspielerin Sarah Alles u.a. aus „Heiter bis tödlich: Akte Ex“ oder als deutsche Synchronstimme in Serien wie „Orange is the new Black“ und „Fargo“. Kürzlich feierte sie die Premiere des Theaterstücks „Moormaid“ in London. Bis zum 19. Mai wird sie dort am Arcola Theatre auf der Bühne stehen.

Sarah Alles steht in London auf der Bühne

Foto: Anika Wagner

Du spielst aktuell am Arcola Theatre in London im Stück „Moormaid“, das erst kürzlich Premiere feierte.
Ja, geschrieben von der brillanten Marion Bott (Frankreich), unter der Regie von Zois Pigadas (Griechenland) und mit mir als deutsche Schauspielerin in der Hauptrolle, ist Moormaid international besetzt und unser künstlerischer Beitrag zum Thema Brexit! (lacht)

Wie kam es zu diesem Engagement?
Es war schon lange mein Traum, international zu spielen! Eines Tages bin ich es einfach angegangen. Ich hab dieses Ziel in kleine Zwischenziele unterteilt: Arbeit an verschiedenen Akzenten, Bewerbung bei englischen Agenten, Monologtraining auf Englisch usw. Und als ich das Vorsprechen für Moormaid bekam, war ich “ready to take my chance”!

Worum geht es in dem Stück und in welcher Rolle bist du zu sehen?
Um eine junge Kunstlehrerin, die die Liebe zum Leben und zu sich selbst verloren hat. Sie hat keine Kraft mehr und fühlt sich innerlich alt und taub. (“Things we do without purpose make us feel old”). Gerade als sie sich erhängen will, steht einer ihrer ehemaligen Schüler vor ihrer Tür. Ihm geht es ähnlich, aus völlig anderen Gründen und er birgt ein furchtbares Geheimnis …

Sarah Alles steht in London auf der Bühne

Foto: Anika Wagner

Ist man als Schauspieler aufgeregter wenn man nicht in der Muttersprache spielt oder bist du bilingual aufgewachsen?
Wenn ich vor einer Premiere meinen Herzschlag spüre, fühle ich mich so lebendig und energiegeladen! Ich glaube, ich bin danach schon fast süchtig. Ob am Berliner Ku’damm Theater oder am Londoner Arcola Theatre, dieses Gefühl ist unbeschreiblich. Auf jeden Fall ist es eine Herausforderung auf Englisch zu spielen. Aber ich liebe Herausforderungen und merke, wie ich schauspielerisch und sprachlich daran wachse und freue mich, dass wir hier in London über 30 Vorstellungen haben, sodass ich auch jetzt nach der Premiere noch neue Entdeckungen machen kann!

Wie wurde das Stück vom Publikum angenommen? Ist die Theaterkultur in London eine andere als in Berlin?
Wir hatten eine fulminante Press Night und sehr berührendes Feedback vom Publikum.

Kann man Dich in Deutschland nach deiner Rückkehr Ende Mai auch wieder im Theater oder auf dem Bildschirm sehen?
Als erstes wird es heißen: ab ins Synchronstudio, denn Miss Marvel (Marvel’s Avengers) und Gwen Stacey (Spiderman) warten schon auf ihre deutsche Stimme. (lacht) Eine weitere spannende Anfrage gibt es schon, leider noch nicht spruchreif, aber ich glaube mein Koffer an neuen Schauspielerfahrungen wird mir auch in Berlin, neue Möglichkeiten eröffnen.
Außerdem habe ich für die Rolle ein kleines Umstyling bekommen und bin schon gespannt, wie der neue Look hier ankommt!

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