Donnerstag, 24. Mai 2018 13:30 Uhr

Smudo: Das hier „kotzt ihn an“

Smudo ist angekotzt vom aktuellen Zeitgeist. Der 50-Jährige zeigt sich im Interview mit ‚Hohe Luft‘ besorgt über den aktuellen Trend, dass sich Populismus in unserer Gesellschaft zu verankern scheint.

Smudo: Das hier "kotzt ihn an"

Smudo mit seinem geschätzten Kollegen Thomas D. Foto: WENN.com

Er hat nichts übrig für Menschen, „die sich die Unsicherheit der Menschen zunutze machen und sie mit Schwarz-Weiß-Betrachtungen radikalisieren.“ Daneben gibt er der Informationsfülle im Internet eine Mitschuld an dem Zeitgeist. Smudo erklärt: „Ich sehe darin auch eine Reaktion auf die Digitalisierung. Die Menschen bekommen immer mehr mit, sind überfordert, und es ist ja ein menschlicher Instinkt, Zusammenhänge zu vereinfachen und auch zwischen nicht verbundenen Dingen Verbindungen zu sehen.“

Obwohl er sich das Phänomen damit zu erklären versucht, kann er absolut kein Verständnis für die Bewegung aufbringen. „Ich sage es rundheraus: Dieser Zeitgeist kotzt mich an“, bekräftigt der Musiker.“Toleranz, Offenheit, gegenseitiges Verständnis.“

„Toleranz, Offenheit, gegenseitiges Verständnis“

Stattdessen setzt er in jeder Lebenslage lieber auf seine Werte aus dem Hip-Hop: „Toleranz, Offenheit, gegenseitiges Verständnis.“ Seine eigene Musik ist dem Mitglied der Fantastischen Vier allerdings heute gar nicht mehr wichtig. Smudo und die übrigen Fantas nutzten ihre Songs früher, um sich selbst auszudrücken und gleichzeitig dadurch zu sich selbst zu finden. Das hat er heute nicht mehr nötig, wie er behauptet: „Hip-Hop spielt keine große Rolle mehr in meinem Leben. Denn Musik ist eine identitätsstiftende Ware, und der Bedarf an Identitätsstiftung scheint bei mir mit steigendem Alter abzunehmen.“

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