Freitag, 13. April 2018 18:37 Uhr

Tim Lobinger: „Die Ärzte sprechen von ein bis zwei Jahren“

Tim Lobinger spricht schonungslos offen über seine Leukämie. Vor zwei Tagen schockte der frühere Stabhochspringer mit der Nachricht, dass sein Krebs zurückgekehrt ist. „Die zwei Krebszellenarten, die vergangenes Jahr erkannt wurden und vernichtet werden konnten, sind nicht mehr nachgewiesen worden. Dafür ist eine leicht mutierte Form zurückgekehrt“, sagte er gegenüber dem Magazin ‚Stern‘.

Tim Lobinger: "Die Ärzte sprechen von ein bis zwei Jahren"

Tim Lobinger am Mittwoch bei Markus Lanz. Foto: Becher/WENN.com

Mittlerweile unterzieht er sich einer Stammzellentherapie, die sein Immunsystem stärken soll. „Ich habe erstmals wieder eine langfristige Perspektive“, gibt sich der Ex-Sportler im Interview mit Markus Lanz positiv. Doch auf Nachhaken des Moderators packt er die schonungslose Prognose aus: „Für mich locker die nächsten drei, vier, fünf Jahre. Die Ärzte sind ehrlicher und sprechen von ein bis zwei Jahren, aber das ist ja schon mal eine Perspektive und am Ende ist man nur so krank, wie man sich fühlt.“

Obwohl der 45-Jährige also alles versucht, um seinen Lebensmut nicht zu verlieren, kann er seine Tränen nicht zurückhalten, als ihm Lanz alte Videoaufnahmen seiner Profi-Karriere zeigt.

„Das ist ein schwerer Weg“

„Diese Bilder sind halt fies, die kramen dann immer wieder Emotionen hoch, die man eigentlich immer gut im Griff hat“, so Lobinger. Andere Bilder zeigen ihn mit ausgefallenen Haaren nach der Chemo. „Auf dem Weg nach Hause aus der Klinik konnte ich schon Büschel rausziehen“, beschreibt er. Am emotionalsten reagiert Lobinger auf Fotos mit seiner Familie. „Selbst mit dem Leben abzuschließen, das ist ein schwerer Weg, aber das schafft man“, erklärt der Star. Dass auch seine Liebsten so sehr mitleiden müssen, finde er am härtesten. Die Schock-Diagnose erhielt er im Januar.

Aus einem eigentlichen Routinetermin wurde schnell ein Albtraum. Aufgeben will Lobinger jedoch auf keinen Fall. „Verlieren ist keine Option – das gilt für mein ganzes Leben und auch für die Diagnose. Das bin ich!“, lautet seine Kampfansage. Obwohl er zugibt, dass „der zweite Krebs schwerer zu besiegen“ ist, versichert er: „Ich bin wirklich fit.“

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