Vera Int-Veen ist sauer: Darum darf sie nicht heiraten!

Vera Int-Veen sauer: Darum darf sie nicht heiraten!
Vera Int-Veen sauer: Darum darf sie nicht heiraten!

IMAGO / Future Image

30.03.2021 17:59 Uhr

"Schwiegertochter gesucht“-Moderatorin Vera Int-Veen ist schwer enttäuscht. Die 53-Jährige ist bereits seit 14 Jahren glücklich mit ihrer Ehefrau Christiane, die sie liebevoll Obi nennt, verheiratet. Die Sache hat aber einen Haken.

Vera Int-Veen und ihre Obi führen seit nun mehr als 14 Jahren eine glückliche Ehe, doch eine Sache fehlt zum absoluten Glück: Die kirchliche Hochzeit. Als gläubige Katholikinnen würden die beiden Frauen gerne in einer Kirche heiraten und sich dort Gottes Segen für ihre Ehe holen.

Kann denn Liebe Sünde sein?

Doch dieser Wunsch scheint erst mal wieder in weite Ferne gerückt zu sein, denn der Vatikan hat erst kürzlich wieder entschieden, dass gleichgeschlechtliche Liebe in der katholischen Kirche nicht getraut werden kann, weil das ihrer Auffassung nach eine Sünde sei.

Eine Entscheidung, die vielerorts heftig kritisiert wird, weil sie einfach nicht mehr zeitgemäß ist und einen Unterschied zwischen Menschen macht, den es nicht geben sollte und der Paare diskriminiert. So appellieren aktuell auch viele schwule und lesbische Katholiken an die deutschen Bischöfe, sich der Entscheidung aus Rom zu widersetzen.

„Diese Entscheidung ist nicht mehr zeitgemäß!“

Diese Forderung dürfte auch ganz im Sinne von Vera und Obi sein, denn auch sie können nicht verstehen, dass ihrer Liebe im Jahr 2021 noch immer als „Sünde“ abgetan wird, denn schließlich sollte ja Liebe einfach Liebe sein. Ganz egal, woher sie kommt. Deshalb hinterlässt die letzte Glaubenskongregation im Vatikan bei den beiden Frauen Kopfschütteln :„Ich kann sie nicht nachvollziehen, diese Entscheidung ist nicht mehr zeitgemäß.“

Schließlich gibt es die Ehe für alle – zumindest standesamtlich – schon seit 2017 in Deutschland und auch viele andere Länder öffnen sich dafür. Allerdings könne Papst Franziskus diese „Sünde nicht segnen“, heißt es in einem offiziellen Schreiben aus dem Vatikan-Staat. Da gleichgeschlechtliche Beziehungen kein Leben weiter zu geben, seien sie demnach auch nicht Gottes Plan, so das zynische Fazit.

„Wir hatten nie Probleme“

„Die Fähigkeit für uns, unser Leben vollständig und frei zu leben, wird immer noch als Affront gegen die Kirche oder noch schlimmer als Affront gegen Gott angesehen, der uns geschaffen hat und uns kennt und liebt“, kommentierte die US-Amerikanische GLAAD-Organisation, die sich für die Rechte der LGBTQ-Community einsetzt, diese Entscheidung sehr treffend.

Auch wenn der Papst die Liebe von Vera und Obi nicht segnen möchte, stehen die beiden Frauen trotzdem zu sich und ihrer Ehe. In der neusten Entscheidung der katholischen Kirche sehen sie zusätzlich noch eine problematische Message, die einige Menschen sehr unglücklich machen wird, denn nicht alle queere Personen sind so privilegiert wie sie: „Wir hatten nie Probleme. Weder vor unserem Outing, noch dass uns einer blöd angemacht hat oder sonst etwas. Aber es gibt viele Menschen, die sich nicht trauen, die ein Leben falsch leben und das find ich grausam“, so Vera. (DA)