Donnerstag, 14. Juni 2018 20:11 Uhr

Was nun, Terence Hill?

Eine Brücke in Worms, die im Scherz auf den Namen „Terence-Hill-Brücke“ umgetauft worden war, behält nun doch ihren alten Namen.

Was nun, Terence Hill?

Foto: Massimo Percossi, ANSA

Die Stadt Worms bekommt nun doch keine Terence-Hill-Brücke. Oberbürgermeister Michael Kissel (SPD) hat sich von dem mit einigem Pomp verkündeten Plan verabschiedet, eine bestehende Brücke über die B9 auf den Namen des Schauspielers Terence Hill (79, „Vier Fäuste für ein Halleluja“) zu taufen.

Das sagte Kissel nach städtischen Angaben heute in einer persönlichen Erklärung im Stadtrat. Die Brücke ist bisher nach dem sozial engagierten Unternehmer Karl Kübel (1909-2006) benannt.

Unternehmer-Familie brüskiert

Die Ankündigung, der Brücke einen neuen oder zumindest einen zweiten Namen zu geben, habe Kübels Angehörige „und die Verantwortlichen der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie brüskiert“ und bei vielen Terence-Hill-Fans unerfüllbare Erwartungen geweckt, wurde Kissel zitiert. Er habe sie deshalb zurückgenommen. Eine Umbenennung werde dem vorbildlichen Wirken Kübels und seiner Stiftung nicht gerecht.

Die Brücke war vom Wormser Künstler Peter Englert irgendwann im Scherz auf den Namen „Terence-Hill-Brücke“ umgetauft worden. Der Name hatte sich daraufhin unter den Wormsern eingebürgert. Der Rathauschef erklärte seine damalige begeisterte Ankündigung für einen offiziellen Akt damit, dass der Italiener eine Einladung nach Worms angenommen habe. Der Besuch am 24. August werde auch zur Brücke führen. Aber: „Eine Neu- oder Umbenennung findet dabei definitiv nicht statt.“ Tja, ähm, was soll denn der Filmstar denn da? (dpa/KT)

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