Montag, 16. Oktober 2017 14:20 Uhr

Weinstein: Woody Allen warnt vor Hexenjagd

Die Enthüllungen um Hollywood-Mogul Harvey Weinstein nehmen kein Ende, immer mehr Prominente Betroffene packen aus oder äußern sich. Woody Allen macht das alles sehr traurig. Denn der Regisseur will Frauen bei der Arbeit trotzdem noch zuzwinkern dürfen.

 Farrows Adoptivtochter Soon-Yi Previn

Foto: WENN.com

Der weltberühmte Filmemacher („Der Stadtneurotiker“) zeigt sich jetzt ziemlich betrübt über die zahlreichen Vorwürfe gegen Filmproduzent Harvey Weinstein, warnt aber vor einer Hexenjagd. In dem Fall gebe es keine Gewinner, „es ist einfach sehr, sehr traurig und tragisch für die armen Frauen, die das durchmachen mussten“, sagte Allen der BBC.

Woody Allen war selbst mal betroffen

Der 81-Jährige sagte weiter: „Aber es sollte auch nicht zur Atmosphäre einer Hexenjagd führen, in der jeder Kerl, der in einem Büro einer Frau zuzwinkert, plötzlich einen Anwalt rufen muss. Das ist auch nicht richtig“. Die ganze Harvey-Weinstein-Sache sei für alle Beteiligten sehr traurig. „Tragisch für die armen Frauen, die betroffen waren, traurig für Harvey, dass sein Leben so verkorkst ist.“

Woody Allen habe von den Vorwürfen gegen Weinstein gar nichts gewusst, erklärte er. „Niemand ist zu mir gekommen oder hat mir mit wirklicher Ernsthaftigkeit von diesen Horror-Geschichten erzählt“, erklärte er in dem Gespräch. Allen selbst wird seit den 90er Jahren von seiner Stieftochter Dylan (damals sieben Jahre alt) sexueller Missbrauch vorgeworfen. Deswegen stand er 1993 auch vor Gericht. Doch Beweise für die von der Tochter geschilderten sexuellen Übergriffe konnten nicht erbracht werden. Auch ein rechtsmedizinisches Gutachten kam zu keinen Ergebnissen, die die Vorwürfe gestützt hätten. Dylan Farrow äußerte sich 2013 dann erstmals selber und wiederholte die Vorwürfe. Allens Sohn Ronan sagte 2014 laut ‚FAZ‘: „Er ist mein Vater und verheiratet mit meiner Schwester. Damit bin ich sein Sohn und sein Schwager. Das ist eine ungeheure moralische Grenzüberschreitung.“

Laut BBC half Weinstein Woody Allen, seine Karriere nach Bekanntwerden der Vorwürfe wieder aufzubauen. Allen ist heute mit Mia Farrows (seiner früheren Ehefrau) Adoptivtochter Soon-Yi Previn liiert.

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