Nee, oder? Die M&M-Schokolinsen sollen weniger weiblicher werden?!

Sophia VölkelSophia Völkel | 22.01.2022, 20:45 Uhr
M&M-Schokolinsen sollen weniger weiblicher werden?!
M&M-Schokolinsen sollen weniger weiblicher werden?!

Foto: Shutterstock

Die M&M-Schokobonbons gehören zu den bekanntesten und beliebtesten Süßigkeiten weltweit - doch jetzt soll sich plötzlich alles ändern.

Diversität, political correctness und die Abschaffung von Stereotypen sind in den vergangenen Jahren zu einem allumfassenden Thema geworden. Allerdings ist damit auch die Bandbreite an Absurditäten viel größer geworden.

Schokolinsen-Makeover

Der Süßwarenhersteller Mars hat sich jetzt für einen ganz besonderen und auch etwas schrägen Weg entschieden, um seinen sechs M&M-Charakteren ein neues, „wokes“ Gesicht zu geben. Das Ziel soll es sein, das Aussehen der Charaktere „modern zu interpretieren und ihnen eine nuancierte Persönlichkeit zu verleihen“. Ja, wir reden hier noch immer von Schokolinsen, die man gerne in den Farben Rot, Grün, Orange, Gelb, Braun und Blau, sowie in verschiedenen Farben und Größen vernascht…

Aber eben auch nur nach der Devise: rein ins Mäulchen und weg!

So sollen die Figuren zukünftig aussehen

In Zukunft wird man die beliebten Süßigkeiten aber nicht mehr mampfen können, ohne darüber nachzudenken, ob man gerade „selbstbewusste, starke Mädels“ verspeist.. .Wie bitte? Die kleinen Schoko-Bohnen werden in Zukunft wohl politisch korrekter werden. Unter anderem sollen zwei der berühmten M&M-Figuren weniger stereotyp weiblich erscheinen. In der neuen Version tauscht das grüne M&M seine hochhackigen Stiefelchen in Sneakers um und auch das braune Schoko-Bonbon möchte keine Stilettos mehr tragen, sondern nur noch flache Schuhe.

M&M-Schokolinsen sollen weniger weiblicher werden?!

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Ist diese zuckersüße „Frau“ zu sexy?

Die weiblichen M&M-Figuren sollen „Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein als starke Frau“ widerzuspiegeln, teilt das Unternehmen mit – damit die leckeren Linsen auch für die „weibliche Zielgruppe repräsentativer“ werden. Bestimmt hat es schon so einige beim nächtlichen Naschen auf dem Sofa gestört, dass das grüne M&M-Mädchen einfach zu sexy aussieht…

„Unser Ziel ist es, das Erwartete auf den Kopf zu stellen, Barrieren zu durchbrechen und die kleinen Freuden zu entdecken, die im Alltag geteilt werden. Stellen Sie sich eine Welt mit weniger Urteilsvermögen und mehr Verbindung und beständiger guter Laune vor“, so das Unternehmen auf seiner Website.

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Kritik an Produkten

Offenbar versucht Mars zunehmend über die bisherige Vermarktung seiner Produkte nachzudenken. 2020 stand das Unternehmen mehrmals massiv in der Kritik, unter anderem wegen des Namens seiner Reismarke „Uncle Ben’s“.

Doch Mars ist nicht der einzige Konzern, der einige seiner Produkte überdenken musste. Auch die Pfannkuchenmischung und der Sirup der Marke „Aunt Jemima“ (zu dt. „Tante Jemima“) der Firma Quaker Oats – Teil von PepsiCo – wurden letztes Jahr umbenannt, weil sie besagten, dass Tante Jemima auf einem rassischen Stereotyp basierte.