Erfrischung gefällig?Ventilator oder Klimaanlage: Was hilft besser gegen die Hitze?

In den eigenen vier Wänden kann man sich im Sommer schon mal eine Klimaanlage wünschen. Aber lohnt sich die wirklich? (elm/spot)
In den eigenen vier Wänden kann man sich im Sommer schon mal eine Klimaanlage wünschen. Aber lohnt sich die wirklich? (elm/spot)

Studio Romantic/Shutterstock.com

SpotOn NewsSpotOn News | 07.07.2024, 16:52 Uhr

Im Hochsommer heizt sich so manche Wohnung ziemlich auf. Viele wünschen sich dann eine Klimaanlage, andere schwören auf einfache Ventilatoren. Was der bessere Trumpf gegen die Hitze ist.

Grundsätzlich sind nur Klimaanlagen wirklich dazu in der Lage, die Luft zu kühlen. Ventilatoren hingegen wälzen lediglich die vorhandene Luft um. Klarer Vorteil also für die Klimaanlage? Nicht ganz, denn sowohl bei der Installation als auch im Betrieb gibt es bei ihr einiges zu beachten. Insbesondere die Kosten unterscheiden sich erheblich von einem Ventilator. Die wichtigsten Unterschiede.

Der Ventilator ist im Sommer ein Klassiker, denn um für einen kühlenden Effekt zu sorgen, genügt es vollkommen, die Luft umzuwälzen. Der dadurch entstehende Luftstrom sorgt auf unserer schwitzenden Haut für einen kühlenden Effekt. Außerdem kann der Ventilator nach den heißesten Stunden des Tages am Fenster stehend dabei helfen, die kühlere Luft von draußen effizient in die Wohnung zu bekommen.

Klimaanlage: Welcher Typ ist geeignet?

Zu den häufigsten Typen gehören Fensterklimaanlagen, die direkt an ein Fenster oder in eine Wandöffnung gebaut werden. Sie sind kompakt und eignen sich ideal für die Kühlung einzelner Räume. Split-Klimaanlagen sind ebenfalls weit verbreitet. Hierbei unterscheidet man zwischen Single-Split-Systemen, die aus einer Außen- und einer Inneneinheit bestehen und für einzelne Räume geeignet sind, und Multi-Split-Systemen, die eine Außeneinheit mit mehreren Inneneinheiten verbinden und somit mehrere Räume kühlen können.

Eine flexible Option sind mobile oder Monoblock-Klimaanlagen, die von Raum zu Raum bewegt werden können, jedoch eine Abluftöffnung nach draußen benötigen. Zentral-Klimaanlagen sind für die Klimatisierung ganzer Gebäude oder großer Wohnhäuser konzipiert. Sie bestehen aus einer zentralen Einheit, die gekühlte Luft durch ein Kanalsystem verteilt. Zu beachten gilt, dass Split-Klimaanlagen die Luft effizienter kühlen als Monoblock-Systeme. Dabei kommt es auch auf die Raumgröße an: In einem Beispiel von Stiftung Warentest benötigen die meisten Geräte etwa 30 bis 45 Minuten, um einen 14 Quadratmeter großen Raum von 30 auf 24 Grad zu kühlen.

Klimaanlage vs. Ventilator: Was rechnet sich besser?

Bei den Betriebskosten ist ein Ventilator immer die günstigere Option, denn im Vergleich zu einer Klimaanlage benötigt er deutlich weniger Strom. Wie groß der Unterschied genau ausfällt, können Verbraucherinnen und Verbraucher online mit einem Stromrechner überprüfen. In der Regel beläuft sich die Differenz aber auf 30 bis 50 Euro pro Monat bei einer mobilen und 40 bis 70 Euro bei einer Split-Klimaanlage.

Zusätzliche Kosten fallen bei einer Split-Klimaanlage für die Montage an. Je nach Wohnraum kann sich dieser Posten schnell auf mehr als 1.500 Euro belaufen. Wer kein Eigentümer ist, muss sich außerdem die Einwilligung der Vermieterin oder des Vermieters holen. Zu bedenken ist auch die Lautstärke, die die Außeneinheit einer Split-Klimaanlage entwickeln kann und durch die man sich möglicherweise bei den Nachbarn unbeliebt macht.

Kühler Kopf im Sommer: Auf das Szenario achten

Am Ende muss jeder selbst wissen, in welcher Relation die kühlere Wohnung zu den Kosten steht. Wer im Sommer ohnehin nur selten zu Hause ist, dem genügen in aller Regel ein offenes Fenster, ein Ventilator und gegebenenfalls ein aufgehängtes nasses Handtuch. Tagsüber sollten außerdem Fenster und Rollläden geschlossen sein, um die aufgeheizte Luft draußen und die Sonneneinstrahlung auf einem Minimum zu halten.

Anders sieht es bei Menschen aus, die viel Zeit zu Hause verbringen und womöglich unter dem Dach oder in Richtung Süden leben. Hier kann eine Klimaanlage durchaus Sinn ergeben, besonders wenn man auch noch in seinen eigenen vier Wänden arbeitet. Je nach Situation und Ausrichtung der Räume muss es aber nicht gleich eine Split-Klimaanlage sein, sondern ein Monoblock kann genügen. Besonderes Augenmerk sollte man sowohl bei einer Split- als auch bei einer Monoblock-Klimaanlage vor dem Kauf auf das Energielabel legen, das neben dem Stromverbrauch auch Informationen über die Lautstärke beinhaltet.

Zusätzlich empfiehlt die Verbraucherzentrale, sich unabhängige Produkttests anzusehen, bevor man sich für den Kauf der einen oder anderen Klimaanlage entscheidet. Ganz allgemein rät sie aber ohnehin zum Einsatz von Ventilatoren: "Ventilatoren gibt es schon ab 20 Euro – somit sind sie wesentlich günstiger als eine Klimaanlage. Die Stromkosten fallen im Vergleich zu Klimageräten ebenfalls sehr gering aus: Selbst bei einer Einsatzdauer von 90 Tagen im Jahr für 10 Stunden täglich verursachen sie im Durchschnitt nicht einmal 5 Euro Stromkosten."