Verrückte RussenDieser Puma glaubt doch tatsächlich, er sei eine Hauskatze!

Foto: Instagram / I_am_puma

Beate SchulzBeate Schulz | 14.01.2022, 21:00 Uhr

Messi verhält sich wie ein typischer Hauskater. Er liebt es, mit seiner Plüschgiraffe zu spielen, wird wahnsinnig gerne gestreichelt und schnurrt dabei wie ein Weltmeister. Aber Messi ist eigentlich gar kein Schmuse-Kater. Er ist ein Puma!

Wie jetzt? Ein Puma als Haustier? Bei diesem Russen ist alles ein wenig anders. Und darüber hinaus auch noch erlaubt. Aber jedes Lebewesen ist einzigartig und entspricht auch nicht immer der Norm. Und dies ist die Geschichte des kleinen Messi.

Wackeliger Start ins Puma-Leben

Der Puma-Kater wurde am 30. Oktober 2015 im städtischen Zoo von Saransk in Russland geboren. Seinen Namen erhielt er bereits von der Zoodirektion. In Anbetracht der anstehenden Fußball-EM wurden die drei frischgeborenen Puma-Babys nach bekannten Fußball-Größen benannt. Und „Messi“ nach dem argentinischen Superstar Lionel Messi. Das war’s dann aber auch schon mit den Gemeinsamkeiten.

Nachdem er drei Monate bei seiner Mutter verbracht hatte, wurde der kleine Racker an den Partnerzoo in Penza verkauft. Dort sind ihm dann Mariya und Alexander Dmitriev im Januar 2016 das erste Mal begegnet. Und nach eigenen Angaben haben sich beide von der ersten Sekunde an unsterblich in den kleinen Puma verliebt.

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Messi ist kein gewöhnlicher Puma

Schnell wurde klar, dieser Puma entspricht nicht der Norm. Er ist ca. 30 Prozent kleiner als ein gewöhnlicher Puma und gilt deshalb als kleinwüchsig. Er hätte weder in freier Wildbahn noch einem Zoo gute Überlebenschancen, da Artgenossen ihn diskriminieren würden.

Zudem stand er zu Beginn seines Lebens buchstäblich auf wackeligen Beinen. Doch dann änderte der Zoobesuch eines jungen russischen Paares alles! Masha und Sasha waren bei ihrem Zoobesuch sofort verzaubert von diesem kleinen Sonderling und fackelten nicht lange. Nach weiteren Besuchen verhandelten sie mit der Geschäftsleitung und durften Messi mit nach Hause nehmen.

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Anfänge in Zwei-Raum-Wohnung

Zugegeben, die Vorstellung, dass ein kleines Raubtier, wenn auch beeinträchtigt, in einer Zwei-Raum-Wohnung gehalten wird, verursacht doch ziemliches Unbehagen. Dies relativiert sich jedoch schnell, wenn man durch Fotos und Videos Einblicke in den Puma-Alltag erhält. Messi scheint sich rund um wohl zu fühlen. Ein Schmuse-Kater durch und durch.

Und Platzmangel keineswegs ein Problem für ihn. Auch ansonsten mangelt es ihm an nichts. Täglich wird frisches Fleisch serviert, es gibt ausgiebige Schmuse- und Streicheleinheiten, Spazier- bzw. Gassi-Gänge und zusätzliche Fellpflege inklusive Maniküre und Pediküre. Und er darf sogar im Bett des Paares schlafen.

Wohnraum maximal angepasst

Dass Masha und Sasha das Tier über alles lieben, zeigt auch die Tatsache, dass sie versuchen, für die kleinwüchsige Wildkatze die bestmöglichen Umstände zu erschaffen. Deshalb folgte auch zeitnah der Umzug in ein großes geräumiges Haus mit einem noch größeren und  gut abgesicherten Außengehege, wo sich der „Hauskater“ nach Herzenslust austoben kann. Aber am allerliebsten ist er doch drinnen im Haus bei Masha und Sasha, kuschelt, spielt und schläft viel, wann und wo er will. Was für ein (Puma-)Katerleben!

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