StarsDuane ‚Keffe D‘ Davis wegen Mordes an Tupac Shakur schuldig gesprochen

Tupac Shakur at the Source Awards in New York City - Getty - April 1994
Duane 'Keffe D' Davis wegen Mordes an Tupac Shakur schuldig gesprochen.
Fast 30 Jahre nach dem Tod von Tupac Shakur ist im Mordprozess gegen Duane „Keffe D“ Davis ein Urteil gefallen.
Eine Jury in Las Vegas befand den 63-Jährigen am Montag (31. August) des Mordes an dem legendären Rapper für schuldig. Die Geschworenen benötigten lediglich rund drei Stunden, um zu einer Entscheidung zu kommen. Shakur, der unter seinem Künstlernamen 2Pac weltberühmt wurde, war im September 1996 im Alter von nur 25 Jahren erschossen worden. Davis, ein ehemaliger Gang-Anführer, hatte sich in dem Prozess nicht schuldig bekannt. Nun droht ihm eine lebenslange Haftstrafe ohne Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung. Das Strafmaß soll am 13. Oktober verkündet werden. Das Gericht sprach Davis des Mordes ersten Grades unter Einsatz einer tödlichen Waffe schuldig. Nach der Urteilsverkündung sprach der Angeklagte mit Richterin Carli Kierny auch über die Möglichkeit einer Berufung. Diese kann er nach der Verkündung des Strafmaßes einlegen.
Der Prozess gegen Davis hatte am 17. August in Las Vegas begonnen. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, die tödliche Attacke auf Shakur organisiert zu haben. Davis war bereits 2023 festgenommen und wegen Mordes angeklagt worden. Bis heute ist er die einzige Person, die im Zusammenhang mit der Tat offiziell festgenommen wurde. In mehreren Interviews sowie in seinen 2019 veröffentlichten Memoiren ‚Compton Street Legend‘ hatte Davis selbst über seine Rolle bei dem Verbrechen gesprochen. Er erklärte, er habe in dem Wagen gesessen, in dem sich die Täter befanden, und seinem Neffen Orlando Anderson die Waffe übergeben. Anderson soll anschließend die tödlichen Schüsse auf Shakur abgegeben haben. Davis behauptete zudem, Shakur habe kurz vor der Tat offenbar nach einer Waffe greifen wollen. Dennoch habe seine Gruppe zuerst geschossen.
Staatsanwalt Binu Palal erklärte in seinem Eröffnungsplädoyer, Davis habe die Tat aus Rache organisiert. Hintergrund sei eine Auseinandersetzung gewesen, bei der Shakur Davis‘ Neffen Orlando „Baby Lane“ Anderson angegriffen haben soll. „Duane Davis hat nicht abgedrückt“, räumte Palal ein. Gleichzeitig habe er die Schießerei als Vergeltung für den Angriff auf seinen Neffen geplant. Die Verteidigung argumentierte, Davis‘ Memoiren seien fiktional und daher nicht als Beweismittel geeignet. Ein Richter entschied jedoch, dass das Buch im Verfahren verwendet werden durfte.
Tupac Shakur gehört bis heute zu den einflussreichsten Rappern der Musikgeschichte. Weltweit verkaufte er mehr als 75 Millionen Tonträger. Zum Zeitpunkt seines Todes stand er zudem im Zentrum einer erbitterten Rivalität mit Rapper Biggie Smalls. Nur sechs Monate später wurde auch dieser erschossen.







