Neues Lebenszeichen vom Rekord-Sniper, der Putins Armee jagt

Tony PolandTony Poland | 31.03.2022, 22:04 Uhr
Scharfschütze "Wali" kämpfte bereits im Irak und in Afghanistan
Scharfschütze "Wali" kämpfte bereits im Irak und in Afghanistan

Foto: Twitter/UKR Embassy in FIN

Anfang März machte sich ein kanadischer Elite-Scharfschütze auf in die Ukraine, um die russischen Truppen zu stoppen. Bis vor einigen Wochen die Meldung über seinen Tod um die Welt ging. Wie sich rausstellte, gehörten die Fake News zur russischen Propaganda. Der Soldat ist am Leben und kämpft weiter an der Front.

Die feigen Angriffe des niederträchtigen und menschenverachtenden Kriegstreibers Wladimir Putin (69) auf die Ukraine gehen noch immer weiter. Daran konnte bislang auch ein erfahrender Militär-Experte nichts ändern. Der Sniper, nur bekannt unter dem Code-Namen „Wali“, schloss sich freiwillig der ukrainischen Armee an.

Auf Facebook dokumentiert der 40-Jährige seitdem hautnah, was er im Krieg erlebt. MItte März dann der Schock. Russische Medien vermeldeten, dass der Familienvater im Kampf gefallen sei. Bis der Scharfschütze wieder auftauchte.

„Wali“: „So muss es im Zweiten Weltkrieg gewesen sein“

Drei Wochen ist es jetzt her, dass „Wali“ seinen normalen Alltag als Programmierer gegen ein Leben im Fronteinsatz getauscht hat. Über Polen betrat er ukrainisches Kriegsgebiet, ließ Frau und Kind zurück. Der ehemalige Angehörige des kanadischen Eliteregiments „Royal 22“ hat bereits alles Leid gesehen, kämpfte im Irak und in Afghanistan.

Rekord-Sniper macht jetzt Jagd auf Putins Truppen

Aber welche Grausamkeiten er rund um Kiew erfuhr, waren selbst für ihn Neuland. „Es ist ein Sturm an Feuerkraft: Explosionen, Granaten, Gewehrfeuer! So muss es im Zweiten Weltkrieg gewesen sein“, berichtet er der „Bild Zeitung.“ Er sei mehrfach nur knapp mit dem Leben davongekommen.

Laut „Wali“ geht es zu, wie auf einem Schachbrett. „Die Russen zielen nicht, sie schießen völlig willkürlich. Auf alles. Sie haben Angst. Dann gehen die Ukrainer in die Gegenoffensive, mit ihrer eigenen Artillerie, töten ein paar Russen – und die sind wieder im Rückzug.“ Es ist unbeschreiblich, was er erzählt. Und nicht vorstellbar, wenn man nicht selber in dieser Hölle vor Ort ist.

Todesnachricht war Fake

Wie gefährlich die Situation für „Wali“ werden würde, wurde ihm schon beim Abflug aus Montreal bewusst. „Ich dachte: Du bist verrückt! Aber ich wollte trotzdem helfen. Und dann sah mich eine Frau an, die stand vor ihrem ausgebombten Haus inmitten brennender Autos: Sie lächelte mich an. Da wusste ich: Deshalb mache ich das!“, berichtet er.

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Solange die Russen nicht die weiße Fahne hissen, will der Kanadier die ukrainische Armee weiter unterstützen. Natürlich haben russische Medien längst Kenntnis über „Wali“. Also wurde er per Fake News am 15. März öffentlich für tot erklärt. Er sei bei Mariupol gefallen. Verkauft sich schließlich gut, wenn man den tödlichsten Scharfschützen der Welt erledigt…

Facebook-Tagebuch „Die Fackel und das Schwert

Die Familie von „Wali“ musste lange Zeit hoffen und beten um ihren Vater und Ehemann. Bis der Weltrekord-Scharfschütze am 22. März auf Facebook ein Lebenszeichen gab. „Ich lebe. Als Beweis hier bin ich in der Position als Super-Scharfschützen-Spezialeinheiten-Krieger-Kommando-Krieger in einem Bällebad“, postete er.

Unter dem Namen „Die Fackel und das Schwert hat der Elite-Krieger ein Tagebuch eingerichtet, worin er die ganze Welt an seinen Erlebnissen teilnehmen lässt. Mehr als 50.000 Menschen folgen dem Account. Hoffentlich kann „Wali“ in Zukunft vom Kriegsende berichten.