Russen überraschen mit Klon-Entwicklung: Der Mensch-Roboter geht in Serie

Sophia VölkelSophia Völkel | 24.01.2022, 22:58 Uhr
Mensch oder Roboter? Russen überraschen mit irrer Entwicklung
Mensch oder Roboter? Russen überraschen mit irrer Entwicklung

Foto: imago / Itar-Tass

Ein entwickelter humanoider Roboter aus Russland erregt gerade weltweit Aufsehen, vor allem mit seiner erstaunlich menschlichen Optik.

Was klingt wie aus einem Science-Fiction-Film, ist schon jetzt Realität geworden – zumindest in Russland. Das in Skolkovo ansässige Unternehmen Promobot aus Perm stellte jetzt seine neue Version des humanoiden Begleitroboters Robo-C-2 vor. Und diese Maschine ist einem Menschen weit mehr ähnlicher, als es jemals zuvor der Fall war.

Der, zugegebenermaßen noch etwas verknautsch aussehende Robo, kann dank weitreichender Entwicklungen verschiedene Emotionen ausdrücken, auf Befehl mit den Händen gestikulieren und sogar kommunizieren mit den Menschen – das übrigens in zehn verschiedenen Sprachen. Dank einer hergestellten Silikon-Schicht ist er dazu fähig, sämtliche Gefühle auch in seinem Gesicht auszudrücken: Trauer, Wut, Fröhlichsein.

Mensch oder Roboter? Russen überraschen mit irrer Entwicklung

Foto: Imago / Itar-Tass

Er sieht aus wie ein Mensch, er tut Dinge wie ein Mensch

Der humanoide Roboter ist von den Bewegungen teilweise nicht von einem echten Menschen zu unterscheiden – zumindest wenn man nicht ganz genau hinschaut. Er kann seine Lippen, seinen Nacken und seine Augenbrauen bewegen. Die Augen selbst verblüffend gruselig echt, die Zähne und Haare sehen natürlich aus.

Laut Oleg Kivokurtsev, Entwicklungsdirektor von Promobot, spricht stolz über sein Meisterwerk. „Die Hände des Roboters halten einer Belastung von bis zu einem Kilogramm stand, er kann etwas in die Hand nehmen, die Richtung angeben, dem Gesprächspartner die Hand schütteln.“ Dabei soll es aber nicht bleiben. Robo-C 2 wird auch noch das Zeichnen und das Schreiben in verschiedenen Sprachen beigebracht. Damit ist dann auch schon ein großer Teil des Mensch-Seins geschafft – ein wenig unbehaglich wird einem da schon.

So soll Robo-C eingesetzt werden

Die bahnbrechende Neuheit ist längst serienreif und wurde bereits zu einem Preis von 2,8 Millionen Rubel (etwa 22.000 Euro) in den Handel gebracht. In Russland werden solche Roboter vermutlich bald zum normalen Alltag dazugehören. Sie sollen in Einkaufszentren, Multifunktionszentren und Museen geschickt zum Einsatz kommen – als Berater oder Empfangsmitarbeiter. Allerdings besteht das Ding nur aus einem Torso inklusive Kopf, dessen Look frei wählbar ist.

Schon 19 Roboter des Modells Robo-C wurden dort verkauft unter anderem auch von medizinischen Universitäten. Doch es soll nicht bei Russland bleiben.

700 sogenannte „Service-Roboter“ wurden inzwischen schon an Kunden in 43 Ländern geliefert. Kommt der sympathische Roboter also auch bald zu uns? Und endet es irgendwann wie im Hollywood-Blockbuster „I, Robot“ mit Will Smith?

Viele Fragen, doch wir werden es wohl einfach auf uns zukommen lassen müssen.