Westernhagen: Welchen deutschen Promi er in seinem neuen Video als „Botoxfresse“ bezeichnet

Sebastian GrünbergerSebastian Grünberger | 25.03.2022, 19:45 Uhr
Marius Müller Westernhagen hebt die Hand
Marius Müller Westernhagen hebt die Hand

SonyMusic

Marius Müller-Westernhagen geht in seinem neuen Video so richtig auf Konfrontationskurs — und wird gegenüber mehreren Promis so richtig ausfällig.

Uff, das hat gesessen! Marius Müller-Westernhagen (73) meldet sich nach acht Jahren mit seinem neuen Song „Zeitgeist“ zurück — und teilt darin so richtig aus. Dabei macht er keinen Hehl daraus, wen er in dem Stück besingt — denn im Video tauchen immer wieder Bilder von Prominenten auf. Die dürfte ihre unverhoffte Gastrolle definitiv alles andere als freuen …

Westernhagen: Heidi Klum als Kritikopfer Nummer eins

Im Video sieht man Westernhagen zunächst, im schwarzen Mantel einer Art James-Bond-Bösewicht gleichend, vor einer Videowand stehen. Textlich singt er darin gleichermaßen gegen den Zeitgeist und die geopolitischen Geschehnisse an — visuell wird das mit den passenden Bildern unterlegt.

Marius Müller-Westernhagen kündigt neues Album an

Heidi Klum greift sich an den Kopf

IMAGO / Philippe Ruiz

Tenor des Songs: Die Welt geht unter — aber die hohlen, dumpfbackigen Promis scheint das aber nicht zu stören. „Schrie so laut ich konnte, während du du dich sonntest / Mit tauber Botox-Fresse mich auslachst“, ätzt Westernhagen — und singt dabei ein Bild von Model und „GNTM“-Host Heidi Klum (48) an.

Alles andere als charmant, aber Marius scheint’s eben ernst zu meinen.




Opfer Nummer zwei: Die Kardashians

Heidi Klum ist nicht die einzige Prominente, auf die es Westernhagen textlich abgesehen hat. Als nächstes steht nämlich eine Fundamentalkritik des Kardashian-Clans an. „Auch die Kardashians haben ein Ende. Der Lack ist ab, die Luft ist raus. Und jeder hofft auf eine Wende. Ein gutes Ende. Ein gutes Ende“, singt er. Auf der Videowand zu sehen ist dabei natürlich der prominenteste Spross der Promi-Dynastie, Kim Kardashian.

Dass er mit diesen grellen Protagonisten und deren teils überlautem Zeitgeist nicht viel anfangen kann, daraus macht Westernhagen keinen Hehl. „Kim Kardashian hat praktisch mit nichts sehr viel Geld gemacht und einer Menge junger Menschen vermittelt, das sei das Leben: die nächste Party und was man da anzieht“, wird er in einer Mitteilung zitiert.

Vor diesem Hintergrund kritisiert der 73-Jährige Rocksänger vor allem die sozialen Medien, die diese Inhalte erfolgreich transportieren und als Verstärker dienen. „Sie begünstigen Voyeurismus, Exhibitionismus, Neid. Und sie promoten Banalitäten. Das ist doch idiotisch.“

Kim Karadashian auf dem roten Teppich

IMAGO / UPI Photo / John Angelillo

Und so heißt es bei seiner Spitze gegen die Influencer- und Internetpromikultur in seinem neuen Song: „Mit vollen Hosen ist gut stinken / Wenn du nicht kannst, tu einfach so“, kritisiert er die vermeintliche Talentlosigkeit. Aber nicht nur mit Karadshian und Klum, auch mit der Politik rechnet Westernhagen so richtig ab.

Marius Müller-Westernhagen rechnet mit Putin, Schröder und Co. ab

Das kontroverse Video von „Zeitgeist“, für das der renommierte Fotograf und Musikvideo-Regisseur Olaf Heine (Die Ärzte, Casper, A-ha, Silbermond u.v.a.) verantwortlich zeichnet, gibt es hier zu sehen:

„Zeitgeist“ ist übrigens der Vorbote eines neuen Westernhagen-Albums. Der Meister hat die Zeit der Pandemie genutzt, um neue Songs zu schreiben.

„Das eine Leben“ wird sein neues, 23. Studiowerk heißen und am 20. Mai 2022 via Sony Music erscheinen. Ob er darauf auch gegen weitere Promis wettert, bleibt abzuwarten. Auch, ob sich Heidi Klum oder, vielleicht etwas unrealistischer, Kim Kardashian (43) zu einer Reaktion hinreissen lassen wird, werden wir sehen.